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Gottesdienstvorschlag

"Quo vadis. Wohin gehst du?"

Gottesdienstvorschlag zum Jahresthema (möglich am Weltgebetstag am 25. April 2010)

Eingangslied
GL 637, 1-3: Lasst uns loben, freudig loben
GL 635, 1-3: Ich bin getauft und Gott geweiht

Begrüßung/Einleitung
Früher fragte mich meine Mutter manchmal: Wo gehst du denn schon wieder hin? Als Kind / Jugendlicher empfand ich das als Kontrolle – erst später verstand ich: Es interessierte meine Mutter, wo ich bin, wo ich hingehe; sie sorgte sich um mich! Auch Jesus fragt uns heute: Wohin gehst du?
Und er fragt nicht, weil er uns kontrollieren möchte, sondern weil er Interesse an uns hat!

Wir feiern heute den Weltgebetstag für geistliche Berufe und denken dabei an Menschen, die auf den Ruf Gottes mit einem geistlichen Beruf Antwort gegeben haben. Und wir wollen heute erbitten, dass viele Menschen diesen Weg gehen.

Kyrie
Choral: GL 401   

V Herr Jesus Christus,  Du liebst mich. Du hast Interesse an mir.
A Kyrie eleison.

V Du brauchst mich. Du rufst mich in die Weggemeinschaft mit dir.
A Christe eleison.

V Du sagst zu mir: „Du kannst das!“ Du traust mir zu, den Weg mit dir zu gehen und machst mir Mut.
A Kyrie eleison.

Gloria
GL 476    Dir Gott im Himmel Preis und Ehr

Tagesgebet
4. Sonntag in der Osterzeit

1. Lesung
Apg 13, 14.43b-52

Antwortpsalm
Ps 100, 1-3.4.5, Antiphon: GL 646,1

2. Lesung
Offb 7,9.14b-17

Halleluja
GL 530, 6 + Joh 10,14

Evangelium
Joh 10, 27-30

Predigt

Credo

Fürbitten
Zelebrant:
Gemeinsam hören wir auf die Stimme Jesu und gehen mit ihm auf seinem Weg. Bei ihm sind wir geborgen. So
bitten wir ihn an diesem Weltgebetstag:

Lektor/in:
Herr Jesus Christus, du berufst in deine Nachfolge: Segne alle Diakone, Priester, Bischöfe und Ordensleute,
die deinem Ruf gefolgt sind und stärke sie in ihrem täglichen Dienst.

Herr Jesus Christus, deine Kirche braucht Menschen, die sich für den geistlichen Dienst entscheiden: Wecke
in jungen Menschen die Bereitschaft, deinem Ruf zu folgen und dir als Priester, Diakone und Ordenschristen zu dienen.

Herr Jesus Christus, du bist mit deinen Gläubigen unterwegs: Hilf, dass in unseren Pfarrgemeinden
immer mehr ein Klima entsteht, in dem Berufungen wachsen können.

Herr Jesus Christus, viele bauen mit am Reich Gottes: Segne den Einsatz der pastoralen Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen, der ehrenamtlichen Frauen und Männer und der vielen Gläubigen, die im Alltag den
christlichen Geist leben.

Herr Jesus Christus, Familie ist die Kirche im Kleinen: Stärke die Familien in ihrem Bemühen, den christlichen
Glauben weiter zu geben.

Herr Jesus Christus, unsere Gesellschaft braucht Menschen, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen:
Hilf den Politikern und Verantwortlichen in der Gesellschaft, solidarisch füreinander einzustehen und
den Frieden untereinander zu fördern.

Herr Jesus Christus, du bist das Ziel unseres Lebens: Nimm unsere Verstorbenen auf in deine Herrlichkeit
und führe sie in dein ewiges Licht.

Zelebrant:
Herr Jesus Christus, du bist der gute Hirt deiner Kirche. Dir vertrauen wir uns an, der du mit dem Vater und dem heiligen Geist lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.

Gabenbereitung
GL 623, 1-3:  Worauf sollen wir hören, sag uns worauf?    oder
„Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben“
(Christoph Zehendner, Johannes Nitsch, Hänssler-Verlag)

Sanctus
GL 481

Friedensgruß
Am heutigen Tag dankt die Kirche dem Herrn für die vielen Menschen, die er in den geistlichen Dienst berufen und auf diesem Weg begleitet hat. Durch ihren Dienst kommt sein Frieden in die Welt. Deshalb bitten wir dich: Herr Jesus Christus, …


Agnus Dei
GL 482

Meditation nach der Kommunion
Wir schauen auf die Wege unseres Lebens.
Wir nehmen wahr
die Umwege und Abwege,
die Irrwege und Sackgassen,
die Kreuzungen,
an denen wir uns entscheiden mussten und müssen.
Wir denken an Menschen und Erlebnisse,
die uns geprägt haben und prägen,
die für unser Leben bedeutend waren und sind.
In Dankbarkeit und Stille spüren wir nach....
Wie sind wir – jede und jeder von uns -
an dem Platz angekommen,
den wir heute ausfüllen?
Wer schenkte und schenkt uns Kraft, Mut und Zuversicht,
uns von alten Lebensgewohnheiten zu verabschieden
und neue zu riskieren,
Schwierigkeiten durchzustehen,
in den Lebenswüsten Wasser zu suchen,
in den Dunkelheiten des Lebens auf das Licht zu vertrauen?

Du väterlicher und mütterlicher Gott bist es,
der uns ins Leben rief und immer Ja zu uns sagt,
der uns bedingungslos und unverlierbar liebt,
der uns behutsam begleitet und führt,
der sich uns heilend und tröstend zuwendet,
der uns in tiefer Freundschaft begegnet,
der mit uns im Gespräch ist und uns stärkt,
der uns immer Vergebung zusagt.

Du väterlicher und mütterlicher Gott bist es,
den wir in manchen Lebenssituationen
zunächst nicht sofort erkennen können.
Bisweilen haben wir sogar Angst,
dass du uns vergessen und allein lassen,
dass du sich uns entziehen und von uns abwenden könntest.
Und doch wissen wir,
dass du uns in allen Dunkelheiten ein Licht aufstrahlen läßt,
das uns neue Hoffnung und neues Leben in Fülle schenkt.

Du väterlicher und mütterlicher Gott -
du umgibst uns mit all deiner Liebe, Güte und Treue;
du bist in allen Augenblicken des Lebens in unserer Nähe;
du bist die Kraftquelle unseres Lebens.
Wir danken dir und preisen dich – du Gott unseres Lebens.
(Christa Schrödinger – nach Gedanken aus Psalm 30)

oder:
Ich bin ein Sucher
eines Weges.
Zu allem
was mehr ist als
Stoffwechsel
Blutkreislauf
Nahrungsaufnahme
Zellenzerfall.

Ich bin ein Sucher
eines Weges
der breiter ist
als ich.
Nicht zu schmal.
Kein Ein-Mann-Weg.
Aber auch keine
staubige, tausendmal
überlaufene Bahn.

Ich bin ein Sucher
eines Weges.
Sucher eines Weges
für mehr
als mich.
(Günter Kunert)

Danklied
GL 474, 5-7 oder Schlusslied

Schlussgebet

Schlusslied
Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott
(Hans Waltersdorfer,  Heiligenkreuz)

(erarbeitet von einer Arbeitsgruppe im Rahmen der Jahreskonferenz der Berufungspastoral in Fulda, 2009)