32-Tage-Gebetsaktion für Berufungen
Die Ernte ist groß
Unter diesem Motto findet vom 25. April - 26. Mai 2010 im Bistum Aachen und im deutschsprachigen Teil des Bistums Lüttich eine 32-Tage-Gebetsaktion für Berufungen statt. Eröffnet wird die Gebetsaktion am 25. April durch Weihbischof Dr. Johannes Bündgens im Hohen Dom zu Aachen (10:00 Uhr) und in St. Vith/Belgien durch Dechant Jean Pohlen (10:15 Uhr). Eine Diözesanwallfahrt nach Kevelaer am 26. Mai stellt den Höhepunkt und gleichzeitigen Abschluss der Aktion dar.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter: www.betet-mit-um-berufungen.de
75 Jahre Monatlicher Gebetstag
Wallfahrt nach Berlin "In der Kraft des Gebetes" am 3./4. Oktober 2009
Im Rahmen einer überdiözesanen Wallfahrt nach Berlin haben wir am 3./4. Oktober 2009 an den Ursprung des monatlichen Gebetstages um geistliche Berufungen vor 75 Jahren erinnert. Damals hat der Dompropst Sel. Bernhard Lichtenberg in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale auf Anregung des Salvatorianerpaters Paschalis Schmid erstmals einen Gebetstag zur Heiligung der Priester gefeiert.
Rund 300 Pilger versammelten sich am Nachmittag des 3. Oktober im Palais am Funkturm, wo die Wallfahrt durch eine Podiumsdiskussion zur politischen Kraft des Gebetes eröffnet wurde. Als vor 20 Jahren die innerdeutsche Grenze geöffnet wurde, zeigte sich der ganzen Welt, dass in der „Kraft des Gebetes" Mauern überwunden werden können. Neben den Berichten des Berliner Weihbischofs Matthias Heinrich und des Görlitzer Domkapitulars Alfred Hoffmann wurden besonders die Ausführungen des ehemaligen Superintendenten der Leipziger Nicolaikirche, Friedrich Magirius, vom Auditorium verfolgt. Magirius war maßgeblich an den Friedensgebeten im Herbst 1989, unmittelbar vor dem Fall der Berliner Mauer, beteiligt. Am 9. Oktober 1989 kam es im Anschluss an die Gebete zu einer friedlichen Demonstration auf dem Leipziger Innenstadtring, an der sich 70.000 Menschen beteiligten, um gegen die SED-Herrschaft zu protestieren.
In einer vom Münsteraner Bischof Felix Genn geleiteten Gebetsstunde im Anliegen geistlicher Berufe kamen die Pilger am Samstagabend in der St. Hedwigs-Kathedrale zusammen. In seiner Predigt hob Bischof Genn hervor, dass wir Gott als dem "Herrn der Ernte" von vorn herein das Ergebnis und die Frucht der Ernte überlassen. "Wir tun das, was Er uns aufträgt, ohne den Willen zur Übersicht, ohne das Ergebnis abwarten und sehen zu wollen. Vielmehr machen wir uns etwas zu Eigen, was Ihm am Herzen liegt". Gerade weil wir das Ergebnis und den Nutzen des Gebetes in unserer Alltagswelt nicht immer messbar vorfinden, ist unsere unermüdliche Bitte umso wichtiger. Denn sie verleiht der Gewissheit Ausdruck, dass Gott den Menschen etwas zu geben hat, da "ER der Ernährer, der Pastor, der Hirt der Herde" ist.
Das Pontifikalamt in der St. Johannes-Basilika, der ehemaligen Hauptkirche Westberlins, wurde vom Präfekten der Bildungskongregation in Rom, Kardinal Zenon Grocholewski, zusammen mit rund 1000 Gläubige gefeiert. Die Anwesenheit Grocholewskis unterstreicht die Wertschätzung, welche die Arbeit rund um die PWB-Gebetsgemeinschaften beim Heiligen Stuhl erfährt. Der Kardinal wies darauf hin, dass das Gebet zwar keine Berufungen produzieren könne, jedoch Menschen in dem durch das Gebet aufgespannten Raum ihre eigene Berufung besser wahrnehmen können.
Der Pilgerweg durch Berlin-Mitte mit Stationen an historisch bedeutsamen Orten, wie etwa dem Brandenburger Tor, stellte den Höhepunkt der Wallfahrt dar. Im Vertrauen auf die „Kraft des Gebetes" beteten die Pilger, aufgeteilt in Gruppen, um Berufungen, im Priesterjahr besonders für Berufungen zum Priestertum.
Der Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky entsendete die Pilger nach dem Abschlussgottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale in ihre Heimatdiözesen. In seiner Predigt ermutigte er die Mitgereisten, auch in großer Bedrängnis - wie sie etwa die Kirchen in der DDR erfuhren und heute durch äußere Einflüsse zu ertragen haben - geduldig am Gebet festzuhalten. Zuvor wurden durch den Kardinal 27 Kerzen, stellvertretend für die 27 Diözesen Deutschlands, gesegnet und als Licht in die Welt hinaus gesendet, damit sich in unserem Anliegen auch in Zukunft Menschen für die Gebetsgemeinschaften einsetzen und schließlich Arbeiter für den Herrn der Ernte gefunden werden.
Geschichte der Gebetsgemeinschaft
Vertrauen auf die Kraft des Gebets
Die Keimzelle der Gebetsgemeinschaft ist das 1926 in Freiburg gegründete Frauenhilfswerk für Priesterberufe. Prinzessin Maria Immaculata, Herzogin zu Sachsen, versammelte eine Gruppe gleichgesinnter Frauen um sich. Sie alle teilten die Sorge um eine zunehmende Entchristlichung der Gesellschaft und einen Rückgang der geistlichen Berufe. Mit der Gründung des Hilfswerks wollten sie dieser Tendenz entgegenwirken.
Die Gründerinnen des Frauenhilfswerks vertrauten voll und ganz auf die Kraft des Gebets. Entsprechend einfach und klar waren die Statuten des Frauenhilfswerks:
Bereitschaft zum täglichen Gebet um und für Priester.
Durch ein vorbildhaftes Leben zur Weckung von Berufungen beitragen.
Mit einem kleinen Beitrag mittellose Priesterkandidaten unterstützen.
Das Hilfswerk fördern durch die Anwerbung neuer Mitglieder.
Viele Frauen begeisterten sich für diese Idee des Gebetsapostolats. In fast allen Diözesen Deutschlands wurden in den 30er Jahren Gebetsgemeinschaften gegründet. Von einer kleinen Geschäftsstelle in Freiburg aus wurden die Statuten, Gebetsbilder und Broschüren versendet. Rund 250.000 Frauen waren Mitglieder des Frauenhilfswerks für Priesterberufe, als es im September 1939 von den Nationalsozialisten verboten wurde.
Die Gebetsgemeinschaft wird päpstliches Werk Das Verbot der Nazis war nicht das Ende der Bemühungen um das Gebet für Berufungen. Im November 1941 gründete Papst Pius XII. das Päpstliche Werk für Priesterberufe (PWP). Damit machte er es zu einer weltweiten Organisation und stellte es unter sein persönliches Protektorat. Im Jahr 1942 bestimmte die Fuldaer Bischofskonferenz die Freiburger Diözesanstelle des PWP als „Vorort" des Päpstlichen Werkes für Deutschland. Jede Diözese sollte eine PWP-Stelle einrichten.
Weiterentwicklung Neben dem PWP gründete Papst Pius XII. 1955 auch ein Päpstliches Werk für Ordensberufe (PWO). Zehn Jahre später wurden die beiden Werke zusammengelegt und umbenannt in Päpstliches Werk für geistliche Berufe (PWB).
Aus der kleinen Geschäftsstelle in Freiburg wurde das Informationszentrum Berufe der Kirche. Heute nennt es sich Zentrum für Berufungspastoral. Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz für die Pastoral der geistlichen Berufe und kirchlichen Dienste.
Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufungen (PWB) heute Die Gebetsgemeinschaft setzt sich heute für alle Berufe und Dienste der Kirche im Gebet ein. Im Vordergrund der Bemühungen steht dabei das Gebet für Berufungen zum Priestertum, Diakonat und Gott geweihten Leben. Sie wollen im Bereich der Ortskirchen folgende Anliegen fördern:
Stärkung des Berufungsbewusstseins in allen getauften und gefirmten Christen.
Wegbereitung für geistliche Berufe durch Wertschätzung und Unterstützung.
Gebet um Berufungen für eine lebendige Kirche von morgen.
Einzeln, zuhause oder in kleinen Gebetskreisen in der Kirche beten die Mitglieder um Berufungen für die Kirche. Sie werden durch Rundbriefe informiert und durch Einkehrtage, Exerzitien und Wallfahrten unterstützt und begleitet. In einigen Diözesen wurden in den vergangenen Jahren die Gebetsgemeinschaften neu belebt oder durch Neugründungen wieder errichtet.
Das Zentrum für Berufungspastoral bietet für die Gebetsgemeinschaft verschiedenen Gebetshilfen an, die auf dieser Internetseite bestellt werden können: jährlich neue Gebetsbildchen, Meditationskarten, Liturgische Hilfen zur Feier des Gebetstages, Gebetskalender, Stundenbucheinlage, Gebetshefte usw.
Wenn Sie sich für die Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufung (PWB) in Ihrer Diözese interessieren, dann schreiben Sie uns bitte. Wir leiten Ihre Anfrage an die zuständige Diözese weiter.
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