KüsterIn, MesnerIn
Küster und Küsterinnen kümmern sich um alle Belange in einer Kirche. Sie schaffen die Rahmenbedingungen, damit der Gottesdienst würdig gefeiert werden kann: Sie wirken mit bei der Vorbereitung und Gestaltung von Gottesdiensten (Vorbereiten der liturgischen Gewänder, Bücher und Geräte, Bereitung des Altares). Sie sorgen für den Blumenschmuck, verteilen die Gesangsbücher, organisieren die Kollekte und sorgen für die Reinigung der Kirche. Sie stellen sicher, dass die Heizung und Lüftung, die Beleuchtung und die Mikrophonanlage funktionieren. Sie führen die Messdiener ein und begleiten sie und sind Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen rund um die Kirche. Da die Küster und Küsterinnen im Rahmen ihrer Tätigkeit fast immer irgendwo auf dem Kirchengelände zu finden sind, werden sie oft von Besuchern und Gemeindemitgliedern um Auskunft gebeten - was sie auch gerne tun.
Je nach örtlichen Verhältnissen und den persönlichen Fähigkeiten bietet es sich an, den Dienst des Küsters/der Küsterin mit anderen kirchlichen Diensten (Hausmeister/-in, Organist/-in, Chorleiter/-in) zu kombinieren. Nach Absprache mit dem Pfarrer können Küster/Küsterinnen auch Aufgaben bei der Liturgie (als Lektoren, Vorbeter, Kommunionhelfer) und im Pfarrbüro (Druckarbeiten, Transport der Opfergelder) übernehmen.
Voraussetzungen
gute Kontaktfähigkeit
Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Urteilskraft.
Entscheidungsfähigkeit und selbständiges Arbeiten
christliche Lebensweise
Liebe zu diesem Dienst
liturgische Kenntnisse
praktisches und technisches Geschick
Zur Geschichte In seinen Anfängen reicht der Dienst des Küsters, der Küsterin bis in die Frühzeit der Kirche zurück. Bereits 251 wird berichtet, dass es in Rom „Ostiarier" (von ostium = Tür), also Türhüter an Kirchen gab. Im Laufe der Zeit kamen mehrere, auch heute - je nach Region - verwendete Bezeichnungen auf: „Küster" (von custos = Wächter, Hüter), „Mesner" (von mansio = Wohnung bei der Kirche), „Sakristan" (von sacer = heilig), der für die Sakristei zuständig ist. Waren es in früheren Jahren nur Männer, die diesen Beruf ausüben durften, so steht er heute Frauen in gleicher Weise offen. Die konkreten Aufgaben werden von den unterschiedlichen örtlichen Verhältnissen sowie davon, ob dieser Dienst haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird, bestimmt.
Ausbildung Wichtig und hilfreich sind: Möglichst viel Lebens- und Berufserfahrung; ein Erstberuf, der die vielseitigen organisatorischen, pflegenden und technischen Teile des Küsterberufs gut abdeckt. Die Diözesen bieten in verschiedener Form Lehrgänge mit abschließender Prüfung, Kurse und Fortbildungsveranstaltungen an. In manchen Diözesen wird die Teilnahme an einem dreiwöchigen Grundkurs der überdiözesanen Mesnerschule im Bildungszentrum Freising vorausgesetzt (Mesnerschule Freising, Helmut Tiefenthaler, Agnes-Bernauer-Str. 102, 80687 München, Tel. + Fax 089-569431) Mit Ausnahme größerer Kirchen oder Gemeinden wird der Dienst nebenberuflich oder als Teilzeitstelle ausgeübt.
Wer hilft weiter? Die Diözesanstelle Berufe der Kirche In manchen Diözesen existiert ein Berufsverband. Die Anschrift kann bei der Diözesanstelle Berufe der Kirche oder beim Bischöflichen Ordinariat / Generalvikariat erfragt werden. |