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  Gebetstag am 6. Mai 2010  
 
 
  
  
 

Donnerstag der 5. Woche der Osterzeit

Anliegen

 

Für die Missionare in allen Ländern. Schenke ihnen Wertschätzung für den Reichtum der Kulturen und zeige ihnen Wege, den Glauben an deine Botschaft darin zu verankern.

 

Einleitung

 

Der Glaube macht rein. Durch die Gnade Jesu Christi werden wir gerettet. Dieses offenherzige Glaubensbekenntnis des Petrus schuf die Atmosphäre für ein fruchtbares Gespräch auf dem so genannten Apostelkonzil. Dort gab es nämlich zunächst einmal Streit über die richtige Missionsmethode. Die Diskussion brachte keine schnelle Lösung, es waren letztlich Gottes Wort und Gottes Geist, die zur übereinstimmenden Entscheidung führten. Wenn wir jetzt Jesus Christus in unserer Mitte grüßen, bitten wir ihn auch um den Mut, immer offener zu unserem Glauben stehen zu können. Beten wir in dieser Feier um missionarische Berufungen, damit auch heute das Wort Gottes verkündet wird.

 

Kyrie-Rufe

 

Herr Jesus Christus,
– du willst, dass deine Freude in uns sei.
– du hast uns erwählt, dass wir uns aufmachen und Frucht bringen.
– du nennst uns deine Freunde, hilf uns, einander zu lieben.

 

Tagesgebet
(MB Seite 318, Nr. 35)

 

Du, der du uns deinen Namen genannt
und uns Mut gemacht hast, dich anzusprechen,
wir kommen zu dir und sagen:
Gott, unser Vater,
wir danken dir, dass du für uns da bist.
Hilf uns,
dass auch wir für dich leben –
und für die Menschen,
in denen du uns begegnest.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung
Apg 15, 7-21

 

Die Apostel trafen sich zu einer gemeinsamen Versammlung in Jerusalem. Die Apostelgeschichte berichtet, dass die Debatte ziemlich lebhaft war. Petrus gab der Position von Paulus und Barnabas Recht: Nur die Gnade, nicht die rituellen Praktiken, ist Grund für die Rettung. Jakobus verteidigt die Position des Paulus: Der Glaube rettet, nicht das Gesetz; und die Kirche bildet sich aus denen, die ihr Leben Christus und seinem Evangelium anvertrauen.

 

Evangelium
Joh 15, 9-11

 

Für Johannes bedeutet der Glaube eine lebendige Beziehung zu Jesus. Zu Beginn des Johannesevangeliums dominiert das Wort "bleiben". "Bleiben" heißt zunächst sich aufhalten oder wohnen. Dieses alltägliche Bleiben der Jünger bei Jesus vertieft sich zu einer innigen Beziehung, die in einem Freundschaftsangebot Jesu gipfelt. Die Jünger werden hineingenommen in das innige Verhältnis zwischen Jesus und seinem Vater.

 

Fürbitten

 

In Jesus Christus hat Gott uns seine Liebe erwiesen. Voll Vertrauen beten wir zu ihm:

  • Für die Leitung unserer Kirche in Rom, in unserem Bistum und in unseren Pfarrgemeinden: Um Erleuchtung durch den Heiligen Geist bei ihren Beratungen und um Entscheidungen, die dem Willen Gottes entsprechen.
  • Für alle Frauen und Männer, die hier und in der Mission die Botschaft Christi verkünden. Segne ihren Dienst und leite sie in deiner Kraft.
  • Für junge Menschen: Lass sie deine Stimme hören und gib ihnen die Bereitschaft, deinem Ruf in einen Dienst der Kirche oder in eine geistliche Gemeinschaft zu folgen.
  • Für alle, die heute um des Glaubens willen verfolgt werden: Stärke ihren Glauben und schenke ihnen Mut und Ausdauer. 
  • Für uns selbst: Um die Erfahrung der Freude, die der Glaube an Jesus Christus schenkt, und den Mut, ihn immer offenherzig zu bekennen.
  • Für die Angehörigen, die um einen Verstorbenen trauern, den sie zu früh oder plötzlich hergeben mussten: Schenke ihnen in ihrer Dunkelheit einen Lichtblick, damit sie lernen, in die Zukunft zu blicken.

Gott, unser Vater, im Heiligen Geist danken wir dir für die Liebe und die Freude, die du uns durch Jesus Christus schenkst, jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

 

Gottesdienst-
Gestaltung
Vorschläge

 

Liedauswahl zur Eucharistiefeier
Eingang: GL 223, 1-2
Kyrie: sprechen oder GL 495,5
Antwortgesang: GL 520
Gabenbereitung:  GL 534 (im Wechsel mit den Gebeten zur Bereitung der Gaben)               
Sanctus: GL 469
Agnus Dei: GL 470
Dank: Stille oder GL 637, 1-3
Schluß: GL 266

Martin Berker, Mainz