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  Gebetstag am 30. September 2010 (für Oktober)  
 
 
  
  
 

Hl. Hieronymus, Priester, Kirchenlehrer (420)

Anliegen

 

Für alle, die den Glauben durch Lehre, Schriften und Medien verbreiten. Lass reiche Frucht aufgehen aus ihren Bemühen.

 

Einleitung

 

Viele denken darüber nach, wie die Botschaft des Evangeliums Menschen unserer Tage erreichen kann. Mit welchen Worten reden wir verständlich über das Evangelium? Wie sprechen junge Menschen miteinander? Verstehen wir ihre Sprache? Die Verkünder des Evangeliums sehen es als eine Herausforderung an, die richtigen Worte zu finden, damit Gottes Botschaft auch heute in den Herzen der Menschen ankommt.
Der heilige Hieronymus, dessen Gedenktag wir heute feiern, ist schon zu seiner Zeit diesem Gedanken nachgegangen. Er lebte von etwa 345 bis 420. Zu seinen Lebzeiten übersetzte er die Bibel in das damals gesprochene Latein und schuf damit ein Werk, welches bis heute für die Kirche von Bedeutung ist.
Unsere Übersetzungsarbeit ist heute eine andere. Das Wort der Heiligen Schrift muss in das konkrete Leben übersetzt werden. Wo uns das gelingt, da kommt die Botschaft Jesu an. Da findet sie offene Türen. Da werden Menschen für Gottes Reich gewonnen. Bitten wir den Herrn, dass wir gute Übersetzer seiner Botschaft ins Heute sind.

 

Kyrie-Rufe

 

Herr Jesus Christus,
– du hast uns deine Botschaft geschenkt.
– du bist uns nahe in deinem Wort.
– du lädst uns ein, dein Evangelium zu den Menschen zu bringen.

 

Tagesgebet
(MB Seite 797)

 

Allmächtiger Gott,
du hast den heiligen Hieronymus
mit leidenschaftlicher Liebe
zur Heiligen Schrift erfüllt.
Öffne auch unser Herz für dein Wort,
damit wir darin die Quelle des Lebens finden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung
Ijob 19,21-27

 

In der Lesung wird das Vertrauen Ijobs in seinem Gott sichtbar. Auch wenn Ijob viel Schweres erfahren hat, vertraut er auf den Herrn. In seiner Zuversicht blickt er nach vorn, dass er einst Gott schauen wird, frei von aller Not und Plage des Lebens.

 

Evangelium
Lk 10,1-12

 

Jesus sendet 70 Jünger aus, die seine Botschaft zu den Menschen bringen. Die Jünger werden zu zweit ausgesandt. Im Gehen und Verkünden wird Gottes Reich gebaut. Menschen brauchen Zeugen, denen sie begegnen können. Da, wo diese Begegnung gelingt, springt der Funke des Evangeliums über. Jesus macht seine Jünger aber auch darauf aufmerksam, dass sie nicht überall Aufnahme finden werden, dass nicht alle für seine Botschaft offen sind.

 

Fürbitten

 

Herr Jesus Christus, du hast zu uns durch dein Wort gesprochen und darin deine Nähe zu den Menschen gezeigt. So kommen wir mit unseren Bitten zu dir.

  • Für alle, die das Evangelium verkünden. Schenke ihnen Freude in ihrem Dienst und lass deine Botschaft auf offene Herzen treffen.
  •  Für alle, die den Glauben in den Massenmedien verkünden. Stärke sie durch deinen Geist und segne ihre Bemühungen.
  • Für die Menschen, die nach der Wahrheit suchen. Lass sie in der Begegnung mit glaubenden Menschen Zugang zu deiner Botschaft finden.
  • Für alle, die durch mediale Verkündigung mit deiner Botschaft in Berührung gekommen sind und neu nach dir fragen. Stelle ihnen Menschen zur Seite, die sie auf ihrem weiteren Glaubensweg begleiten.
  • Für alle, die sich politisch für unsere Gesellschaft einsetzen. Hilf ihnen, die Kraft der Worte nicht zu missbrauchen, sondern zum Wohle aller einzusetzen.
  • Für die Kranken und Verzweifelten. Lass sie in deinem Wort Halt und Trost finden und neue Zuversicht gewinnen.

Herr Jesus Christus, im Evangelium hören wir deine Stimme. Öffne uns, damit wir sie im Alltag vernehmen, heute, alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.

 

Gottesdienst-
Gestaltung
Vorschläge

 

Liedauswahl zur Eucharistiefeier
Einzug: GL 614  
Kyrie:  GL 463
Antwortgesang:  GL 528,3  
Halleluja-Ruf:  GL 530,6
Gabenbereitung:  GL 642  
Sanctus:  GL 469
Agnus Dei:  GL 470  
Dank:  GL 268
Schluss:  GL 635

Egon Bierschenk, Erfurt