31. Mai 2018

Fronleichnam, Hochfest des Leibes und Blutes Christi



Eucharistiefeier

 

Intention: Diakone

 

Leitwort

Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun. (Ex 24,3)

 

Einführung

Wir müssen heutzutage ganz verschiedene Rollen in uns vereinen und dem Anspruch gerecht werden, vieles gleichzeitig machen zu können. Schnelligkeit und Perfektion stehen im Mittelpunkt eines hektischen Alltags, der oft fremdbestimmt ist.

Einen anderen Blick eröffnet uns das Fronleichnamsfest. Es führt uns die Gegenwart Gottes im Brot und im Wein vor Augen und lässt uns innehalten.

Aus welcher Kraftquelle leben wir? Aus welcher Quelle schöpfen wir unsere Kraft? Welchen göttlichen Anrufungen wollen wir folgen und auf welches Wort wollen wir hören?

Am Gebetstag um geistliche Berufungen beten wir heute um und für Diakone. Ihr Auftrag ist es, die Sorgen und Nöte der Menschen in unseren Gemeinden zur Sprache zu bringen. Zugleich sind sie in der Liturgie sichtbar. Darin wird deutlich: Das „Brot des Lebens“, das wir in jeder Eucharistiefeier empfangen und am heutigen Festtag besonders ehren, will nicht nur geglaubt, sondern im Dienst an den Nächsten auch bezeugt werden.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du versammelst uns um deinen Tisch.

Du gibst dich uns als Speise zur Stärkung auf unserem Lebensweg.

Du rufst in den Dienst am Wort und am Sakrament des Altares.

 

Tagesgebet (MB 255)

Herr Jesus Christus,

im wunderbaren Sakrament des Altares

hast du uns das Gedächtnis deines Leidens

und deiner Auferstehung hinterlassen.

Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse

deines Leibes und Blutes so zu verehren,

dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.

Der du in der Einheit des Heiligen Geistes

mit Gott dem Vater

lebst und herrschst in alle Ewigkeit.

 

1. Lesung

Ex 24,3-8

 

2. Lesung

Hebr 9,11-15

 

Evangelium

Mk 14,12-16.22-26

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, in deinem heiligen Leib und in deinem heiligen Blut bist du auch heute unter uns Menschen gegenwärtig. Zu dir rufen wir:

 

Für alle Priester, denen die Feier der heiligen Geheimnisse anvertraut ist: um deinen Beistand für ihr Wirken.

 

R   Jesus Christus, Brot des Lebens. – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Für alle, die auf dem Weg in einen geistlichen oder pastoralen Dienst sind: um eine große Liebe zur Heiligen Eucharistie. R

 

Für alle, denen die Begleitung junger Menschen anvertraut ist: um die Kraft, durch ihr Leben ein gutes Vorbild geben zu können. R

 

Für die Diakone, die das Wort Gottes verkünden und sich von den Sorgen der Menschen bewegen lassen: um Fruchtbarkeit in ihrem Tun und um ein offenes Herz für die Nöte der Welt. R

 

Für alle, in deren Herzen Hass regiert: um die Bereitschaft zur Umkehr, zu Versöhnung und Frieden. R

 

Dich dürfen wir in die Welt hineintragen und bezeugen. Du bist vertraut mit unserem Hunger nach Leben und unserem Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit. Dich preisen wir jetzt und in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 498 – Das Heil der Welt, Herr Jesus Christ

Gloria

GL 170

Antwortgesang

GL 78,1 – Verse laut Lektionar

Halleluja

GL 174,7 – Vers laut Lektionar

Zur Gabenbereitung

GL 282 – Beim letzten Abendmahle

Sanctus

GL 195

Agnus Dei

GL 204

Zum Dank

GL 497 – Gottheit tief verborgen

Nach dem Segen

GL 213 – O heilge Seelenspeise

 

 

 

Ulrich Kotzur, Berlin

 

 

 

 

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Fronleichnamsprozession

 

Intention: Diakone

 

Leitwort

Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun. (Ex 24,3)

 

Thematische Hinführung

Bei der Taufe werden wir mit Chrisam gesalbt, einem Olivenöl, das in den Tagen vor Ostern vom Bischof geweiht und dann in alle Gemeinden des (Erz-)Bistums verteilt wird.

Bei der Taufe wird jedes Kind mit diesem Öl für ein dreifaches Amt gesalbt, das jeden Christen ausmacht: Wir haben Anteil am Propheten-, Priester- und Königtum Jesu Christi.

Diese drei Aspekte jeder christlichen Berufung wollen wir bei der Fronleichnamsprozession, wenn wir Jesus im allerheiligsten Sakrament des Altares nachfolgen, meditieren und zum Abschluss einen kirchlichen Dienst, den Diakonat, genauer betrachten.

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1. Station: König – Verkündigung

 

Lied

GL 375 – Gelobt seist du, Herr Jesu Christ

 

Einführung

Könige sind wir mit Christus geworden durch die Taufe.

Wir regieren zwar keine Staaten, herrschen nicht über andere Menschen, errichten keine Bauten, unterhalten keine Botschaften in anderen Ländern und halten keinen Hof. Aber das alles hat auch Jesus nicht getan. Sein Königtum ist nicht von dieser Welt.

„Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit“, so singen wir im Advent. Daran haben wir uns zu orientieren.

Als Könige sind wir berufen, Verantwortung in der Welt wahrzunehmen. Dafür soll Christus, das Brot des Lebens, uns Maß und Richtschnur sein.

 

Halleluja

GL 175,4

 

Evangelium

Joh 18,33-38a

 

Lobpreis und Bitte

GL 675,8 – ab „Deinem Wort, o Herr, vertrauen wir.“ bis „Du Brot und Wahrheit.“

 

Oration

Herr, vor Freund und Feind warst du bereit, Verantwortung zu übernehmen für Gott und Welt. Bewahre deiner Kirche deine Liebe und Treue und lass uns alle mutig mitbauen an deinem Reich. Sei gepriesen heute und in Ewigkeit.

Eucharistischer Hymnus

GL 498 – Das Heil der Welt, Herr Jesus Christ

 

Segensbitte

Herr, segne deine Kirche: unsere Pfarrgemeinde, unser (Erz-)Bistum und alle, die in Welt und Kirche Verantwortung übernehmen.


Eucharistischer Segen

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2. Station: Priester – Gebet

 

Lied

GL 424,1+3+5 – Wer nur den lieben Gott lässt walten

 

Einführung

Priester sind wir mit Christus geworden durch die Taufe.

Der einzige Hohepriester Jesus Christus hat uns gelehrt, dass wir alle zu Gott rufen dürfen: Abba, Vater! Bei Gottesdiensten und im privaten Gebet tun wir dies allein oder gemeinsam, bittend oder dankend, klagend oder lobend, freudig oder traurig, miteinander und füreinander.

Als Priester sind wir berufen, zum dreieinen Gott zu beten – für uns und für andere. Dafür soll Christus, das Brot des Lebens, uns Maß und Richtschnur sein.

 

Halleluja

GL 175,4

 

Evangelium

Lk 11,1-4

 

Lobpreis und Bitte

GL 675,5 – ab „Um unserer Lebendigkeit willen“ bis „Mit dir, guter Geist, können wir einen neuen Anfang wagen.“

 

Oration

Herr, du hast uns gelehrt, miteinander und füreinander zu Gott, unserem Vater, zu beten. Bewahre deiner Kirche deine Liebe und Treue und lass uns immer aufrichtig und geduldig beten. Sei gepriesen heute und in Ewigkeit.

 

Eucharistischer Hymnus

GL 497,1 – Gottheit tief verborgen

 

Segensbitte

Herr, segne deine Kirche: unsere Pfarrgemeinde, unser (Erz-)Bistum und alle, die mit offenem Herzen zu dir beten.

 

Eucharistischer Segen

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3. Station: Prophet – Nächstenliebe

 

Lied

GL 409,1+2+3 – Singt dem Herrn ein neues Lied

 

 

Einführung

Propheten sind wir mit Christus geworden durch die Taufe.

Schimpfen oder Jammern kann jeder! Was Prophetie ausmacht, ist dagegen, die Sicht Gottes einzunehmen. Das führt zu Gottvertrauen und Zuversicht, gibt Weitblick, Mut und Kreativität. Prophetie mag anstrengend und unangenehm sein, mag zu Streit und Auseinandersetzung führen, doch schuf Gott zu allen Zeiten durch das Feuer der Botschaft der Propheten Zukunft und Heil für alle Generationen.

Als Propheten haben wir Recht und Pflicht, das Heil Gottes in unserer Zeit ins Wort zu bringen und sichtbar zu machen. Dafür soll Christus, das Brot des Lebens, uns Maß und Richtschnur sein.

 

Halleluja

GL 175,4

 

Evangelium

Mt 5,17-20

 

Lobpreis und Bitte

GL 677,8 – ab „Wo die Kirche Christus bezeugt“ bis „Verleihe deinem Volk die Gaben der Phantasie und der Tatkraft.“

 

Oration

Herr, unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir. Bewahre deiner Kirche deine Liebe und Treue und lass uns treu und voller Zuversicht den Glauben an dich leben und verkünden. Sei gepriesen heute und in Ewigkeit.

 

Eucharistischer Hymnus

GL 495 – Sakrament der Liebe Gottes

 

Segensbitte

Herr, segne deine Kirche: unsere Pfarrgemeinde, unser (Erz-)Bistum und alle, die uns für die Nöte der Zeit wachsam werden lassen und unseren Glauben herausfordern.

 

Eucharistischer Segen

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4. Station: Diakon

 

Lied

GL 458 – Selig seid ihr

 

Einführung

Propheten, Priester, und Könige sind wir alle mit Christus geworden durch die Taufe. Diese dreifache Aufgabe leben auf besondere Weise die Diakone.

Durch Berufung und Ausbildung, nach Prüfung und Weihe stellen sie ihr Leben in den Dienst am Nächsten. Im Hauptberuf oder mit Zivilberuf verkündigen sie das Wort Gottes, feiern sie das Sakrament der Taufe und assistieren bei der Eheschließung, besuchen die Kranken, stärken die Schwachen, heilen die Verletzten. Sie tragen in der Messfeier die Anliegen der am Rande Stehenden vor und sprechen für diejenigen, die ansonsten keine Beachtung finden.

Dankbar für ihren Dienst und um weitere Berufungen bittend wollen wir die Fronleichnamsprozession nun beschließen.

 

Gebet

GL 678,2 – ab „Wir wenden uns an den Herrn der Ernte“

 

Eucharistischer Hymnus

GL 496 – Tantum ergo

 

Versikel und Oration

GL 592,4

 

Eucharistischer Segen

 

 

 

P. Felix Meckl OSA, München