2. Mai 2019

Heiliger Athanasius - Bischof, Kirchenlehrer



Eucharistiefeier

 

Intention: Pfarrsekretärinnen, Pfarrsekretäre

 

 

Leitwort

Alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. (1 Joh 5,4)

 

Einführung

Wer ist Jesus Christus? Wie war sein Leben auf Erden? Wie stand er mit seinem Vater im Himmel in Verbindung? Auf welche Weise hat er gebetet? Es gibt viele Fragen, die Menschen bewegen, wenn sie an Jesus denken. Jesus nachfolgen, ihn tiefer kennenlernen: Das ist der Wunsch in

unserem Herzen, wenn wir uns im Gottesdienst versammeln.

Schon seit Beginn der Kirche haben die Gläubigen sich Gedanken darüber gemacht, wer dieser Jesus ist. Manchmal haben die Christen der frühen Kirche auch darum gerungen oder gar gestritten, wie Jesus zu verstehen ist. Der heilige Athanasius, dessen Gedenktag wir heute feiern, hat sich hart mit der damaligen arianischen Irrlehre auseinandergesetzt, die die Gottheit Jesu Christi leugnete. Sein konsequentes Bekenntnis, dass Jesus Christus wahrer Gott und Mensch ist, hat ihm auch Unverständnis und Verfolgung eingebracht.

Am heutigen Gebetstag um geistliche Berufungen wollen wir für diejenigen beten, die in den Pfarrbüros arbeiten. „Wer ist Jesus Christus für mich?“ Normalerweise bringen wir eine solche Frage nicht mit den Aufgaben von Verwaltung und Organisation in einem Pfarrbüro in Verbindung. Und doch ist das Streben nach der Antwort auf diese Frage der Antrieb für all unser Tun aus dem Glauben. Sie steht hinter jedem Dienst in unserer Kirche. Das ist eine wesentliche Erkenntnis, die wir nicht vergessen dürfen, damit – gerade im beruflichen Alltag – Nebensächliches nicht zu viel Gewicht bekommt.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du hast uns deine Liebe geschenkt.

Du bist vom Vater gesandt.

Du bist eines Wesens mit dem Vater.

 

Tagesgebet (MB 668)

Allmächtiger, ewiger Gott,

du hast dem heiligen Bischof Athanasius

den Geist der Kraft und der Stärke verliehen,

so dass er die Lehre von der wahren Gottheit

deines Sohnes unerschrocken verteidigte.

Höre auf die Fürsprache dieses heiligen Bekenners.

Hilf uns, an der Botschaft festzuhalten,

die er verkündet hat,

und gib, dass wir unter seinem Schutz

dich tiefer erkennen und inniger lieben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

1 Joh 5,1–5

 

Evangelium

Mt 10,22–25a

 

Fürbitten

Himmlischer Vater, du bist uns in deinem Sohn Jesus Christus menschlich nahe gekommen. Voll Vertrauen bringen wir unsere Bitten und Anliegen zu dir:

 

Für die Priester: Hilf, dass sie die Botschaft des Evangeliums so verkünden, dass die Menschen Jesus Christus tiefer kennen- und lieben lernen.

 

R Gott, Vater im Himmel. – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Für alle Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre: Schenke ihnen ein offenes Herz, Geduld und Sensibilität, damit sie in den vielfältigen Begegnungen im Pfarrbüro deine Menschenfreundlichkeit ausstrahlen. R

 

Für alle suchenden jungen Menschen: Erschließe ihnen in der Begegnung mit deinem Wort und durch das Zeugnis glaubender Menschen einen Weg, der sie näher zu dir führt. R

 

Für alle verfolgten Christen: Lass sie nicht mutlos werden in ihrer Situation und hilf, dass ihre Verfolger einen Weg zu dir finden. R

 

Himmlischer Vater, du hast uns in Jesus Christus deine Liebe geschenkt. Wir loben und preisen dich und danken dir heute und in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zur Eröffnung

GL 338 – Jerusalem, du neue Stadt

Antwortgesang

GL 38,1 – Verse laut Lektionar

Halleluja

GL 175,2 – Vers laut Lektionar

Zur Gabenbereitung

GL 464 – Gott liebt diese Welt

Sanctus

GL 132

Agnus Dei

GL 133

Zum Dank

GL 332 – Die  ganze  Welt,  Herr  Jesu  Christ

 

 

Egon Bierschenk, Erfurt

 

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Wort-Gottes-Feier

 

Intention: Pfarrsekretärinnen, Pfarrsekretäre

 

 

Leitwort

Alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. (1 Joh 5,4)

 

Lied

GL 336,1-3 – Jesus lebt, mit ihm auch ich

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einführung

Wenn wir daran denken, dass Gott Menschen in seine Nachfolge und seinen Dienst ruft, dann kommen uns in der Regel zunächst die Priester, Ordensleute und Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Sinn, die in den verschiedenen Feldern der Pastoral tätig sind. Leicht vergessen wir dabei die vielen Menschen, die still und doch tatkräftig im Hintergrund wirken. Dabei geben auch und gerade sie der Kirche mit ihrer Arbeit, in ihrer Verlässlichkeit und nicht zuletzt auch durch ihre Aufgabe als häufig erste Ansprechpartnerinnen und -partner für die Gläubigen und Ratsuchenden ein menschliches Antlitz und sind den Menschen ein hilfsbereites Gegenüber. Heute, am monatlichen Gebetstag um geistliche Berufungen, wollen wir daher vor allem einmal die Pfarrsekretärinnen und    [AJ1] -sekretäre in den Blick nehmen und dafür beten, dass Menschen ihre Berufung zu diesem Dienst für die Kirche entdecken und ihr folgen können.

Zu Beginn dieses Gottesdienstes loben wir nun im Lied unseren Herrn Jesus Christus, dessen rettende Auferstehung unsere Berufung erst mit Leben und Sinn erfüllt.

 

Hymnus

GL 329 – Das ist der Tag, den Gott gemacht

 

Psalm

Psalm 127 – GL 70,1+2

 

Lesung

1 Joh 5,1-5

 

Responsorium

GL 365 – Meine Hoffnung und meine Freude

 

Evangelium

Mt 10,22-25a

 

Impuls

Harte Worte in unseren Ohren – heute, im 21. Jahrhundert: Da ist in der Lesung vom Sieg über die Welt durch den Glauben die Rede. Doch was soll das bedeuten? Muss unsere Welt überhaupt durch den Glauben besiegt werden? Können wir so tatsächlich reden – und anderen indirekt absprechen, dass sie den Sieg davontragen können? Und dann hören wir im Evangelium, dass es Herren und Diener, ja Sklaven gibt und dass dies alles einer Ordnung folgt. Solche Gedanken verstören uns – mehr allerdings noch die Aussicht darauf, dass diejenigen, die Jesus nachfolgen, Verfolgung bis hin zum Tod fürchten müssen. Ist das eine Verheißung, der wir gerne folgen wollen – eine Verheißung, zu der wir uns berufen fühlen wollen? Eher nicht.

Auch wenn wir heute, am monatlichen Gebetstag um geistliche Berufungen, in besonderer Weise die Pfarrsekretärinnen und -sekretäre in den Blick nehmen, können uns solche Aussagen irritieren. Ein Glaube, der Verfolgung und Tod zur Folge haben kann: Soll das das Ziel sein, für das sie ihre treue Arbeit leisten, für das sie oft unbemerkt im Hintergrund wirken.

Wenn sie ihren Dienst leisten, damit wir in dieser Welt Jesus Christus bezeugen können: Klingt es da glaubhaft, wenn es in der Lesung heißt, dass es gilt, die Welt zu besiegen? 

 

Zwei Gedanken dazu: Wenn der Apostel uns mahnt, durch unseren Glauben die Welt zu überwinden oder zu „besiegen“, so gehört dazu, dass wir uns nicht abhängig machen sollen von Innerweltlichem; dass wir unseren Dienst nicht leisten, um weltlichen Ruhm und Anerkennung zu erlangen, sondern weil wir aus dem Glauben heraus wirken wollen. Das kann uns in jeder Berufung helfen; besonders aber dort, wo unser Dienst im Hintergrund bleibt.

Und ein Zweites: Wir sind in Europa in der glücklichen Lage, dass wir nicht wegen unseres Glaubens verfolgt werden. Dass es Verfolgung von Christen in der heutigen Welt gibt, ist aber letztlich der radikalste Hinweis darauf, dass der Glaube an Jesus Christus Konsequenzen hat und dass er sich nicht darin erschöpft, in einem Taufregister festgehalten zu sein. Die Worte der heutigen Lesung können und sollen aufrütteln:

Welche Konsequenz hat unser Glaube für uns?

 

Fürbitten

Zu Jesus Christus, dem Auferstandenen, der uns in seine Nachfolge und seinen Dienst ruft, beten wir:

 

Steh den Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretären in ihrem Dienst bei, damit sie diejenigen, die unseren Gemeinden vorstehen, tatkräftig unterstützen.

 

R  V/A Erhöre uns, Christus.

 

Halte über alle, die einen Dienst in unseren Gemeinden und Gemeinschaften leisten, deine segensreiche Hand, damit sie ihre Aufgaben in Treue und Freundlichkeit erfüllen können, und gib ihnen die Kraft, auch dann zu dir zu stehen, wenn sie deswegen Nachteile in Kauf zu nehmen haben. R

 

Zeige jungen Menschen, dass es Konsequenzen hat, sich zu dir zu bekennen, und gib ihnen den Mut, die daraus folgenden Schritte zu gehen. R

 

Ermutige die Priester und Ordensleute zu einem Zeugnis für dein Evangelium, das auch die unbequemen Seiten der Nachfolge nicht ausspart. R

 

Erfülle unsere Gemeinde mit Dankbarkeit über die vielfältigen Berufungen, die in ihr lebendig sind. R

 

Herr Jesus Christus, du gibst deiner Kirche Ziel und Sinn. Erhöre alle unsere Gebete und Bitten – die ausgesprochenen und auch diejenigen, die wir still in unseren Herzen tragen.

 

Vaterunser

Alle unsere Anliegen bringen wir vertrauensvoll vor Gott, unseren Vater. Wir tun dies mit den Worten, die Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat: Vater unser...

 

Lied

GL 382 – Ein Danklied sei dem Herrn

 

Schlussgebet

GL 21,5

 

Segen

Das lateinische Wort für „segnen“ – „benedicere“ – heißt wörtlich: „etwas Gutes sagen“. So sind wir nun eingeladen, uns voller Dankbarkeit für die Vielfalt der Berufungen, die Gott uns in unseren Nächsten schenkt, unter seinen Segen zu stellen, in dem uns Gott alles Gute zusagt.

Und so segne uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Marienlob

GL 531 – Sagt an, wer ist doch diese

 

 

 

Gregor Lauenburger, Essen