1. November 2018

Allerheiligen



Eucharistiefeier

 

 

Intention: Taufberufung

 

Leitwort

Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. (1 Joh 3,1)

 

Einführung

An Allerheiligen erinnern wir uns an alle, die uns Vorbilder im Glauben sind: Menschen, die ein heiligmäßiges Leben geführt haben.

Im Evangelium sind wir hineingenommen in den Kreis derer, die zu einem solchen Leben gerufen sind. Schon zu Beginn der Bibel ruft Gott die Israeliten auf: „Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.“ (Lev 19,2) Heiligkeit wird hier als ein Leben nach den Weisungen Gottes dargestellt. Für uns als getaufte Christen hat dieser Auftrag in der Nachfolge Christi darüber hinaus noch eine weitere Bedeutung. In der Taufe treten wir in ein neues Leben mit Gott ein.

Die Lesung aus dem ersten Johannesbrief wird uns gleich zusagen: „Wir sind Kinder Gottes“ (vgl. 1 Joh 3,1). Als Kinder Gottes haben wir uns mit der Taufe intensiv auf den Weg der Heiligkeit und des Lebens mit Gott eingelassen. Die Taufe ist der Ursprung aller Berufung. Mit Freude dürfen wir uns deshalb am heutigen Festtag an unsere Taufe, unsere Gotteskindschaft und den Ruf zur Heiligkeit erinnern, wenn wir uns jetzt mit dem Weihwasser bezeichnen (alternativ: mit dem Weihwasser besprengt werden). Wir loben dabei Gott und erneuern unseren Weg zur Heiligkeit.

 

Lied

„Fest soll mein Taufbund immer stehen“ (in vielen diözesanen Anhängen des Gotteslobes enthalten) oder ein anderes Tauflied, z. B. GL 491 – Ich bin getauft und Gott geweiht

 

Kyrie

wird ersetzt durch den Ritus zum Taufgedächtnis (MB 1207f.)

 

Tagesgebet (MB 823)

Allmächtiger, ewiger Gott,

du schenkst uns die Freude,

am heutigen Fest

die Verdienste aller deiner Heiligen zu feiern.

Erfülle auf die Bitten so vieler Fürsprecher

unsere Hoffnung

und schenke uns dein Erbarmen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

1. Lesung

Offb 7,2–4.9–14

 

2. Lesung

1 Joh 3,1–3

 

evangelium

Mt 5,1–12a

 

Fürbitten

Gott, du rufst uns zur Gemeinschaft mit dir und allen Menschen, die zu dir gehören. In dieser Gemeinschaft bitten wir dich:

 

Für alle, die sich gerade auf das Sakrament der Taufe vorbereiten,

für alle, die heute ihre Taufberufung neu bekräftigen,

für alle, die dich auf ihrem Lebensweg verloren haben.

 

R Stärke sie und sei in ihrer Mitte.

 

Für alle, die diese Welt zu einem Ort des Segens machen möchten,

für alle, die Kirche im Geist Christi gestalten,

für alle, die bei ihrem Einsatz für die Welt und in der Kirche Enttäuschung erfahren. R

 

Für alle, die ihre Berufung als Priester, Diakon oder Ordenschrist leben,

für alle, die junge Menschen auf dem Weg zu ihrer Berufung begleiten,

für alle, die auf der Suche nach ihrer Berufung sind. R

 

Für alle jungen Menschen, die sich auf den Weg des Lebens machen,

für alle, die junge Menschen auf ihrem Lebensweg unterstützen,

für alle Jugendlichen, die keine Hoffnung mehr auf ein gutes Leben haben. R

 

Für alle, die in diesem Jahr von uns gegangen sind,

für alle, die wir schmerzlich vermissen,

für alle, an die niemand mehr denkt. R

 

Denn du, Gott, gehst mit uns den Weg der Heiligkeit. Wir bitten dich: bestärke alle, die sich auf dem Weg deiner Nachfolge befinden. Sei du die Mitte deiner Gemeinde, heute und in Ewigkeit.

 

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 542,1–2+4+6 – Ihr Freunde Gottes allzugleich

 

Gloria

GL 383 – Ich lobe meinen Gott

 

Antwortpsalm

GL 651,7 – Verse laut Lektionar

 

Halleluja

GL 174,1 – Vers laut Lektionar

 

Credo

GL 180,1+2

 

Zur Gabenbereitung

GL 460 – Wer leben will wie Gott auf dieser Erde

Sanctus

GL 191

 

Agnus Dei

GL 203

 

Zum Dank

GL 411 – Erde, singe

 

 

 

Matthias Fritz, Aachen

 

 

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Wort-Gottes-Feier

 

 

Intention: Taufberufung

 

Leitwort

Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. (1Joh 3,1)

 

Vorbereitung

DIN A6-Zettel mit der Aufschrift „Dass ich zu Gott gehöre, zeige ich, indem...“ und Stifte

 

Lied

GL 392,1+4+5 – Lobe den Herren

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einführung

Wir hören heute in drei Texten der Bibel von einer Auswahl, die getroffen wird: In der Offenbarung des Johannes von denen, die das Siegel Gottes empfangen haben; im Matthäusevangelium führen uns die Seligpreisungen diejenigen vor Augen, die glücklich zu preisen sind; und der erste Johannesbrief berichtet davon, dass wir Kinder Gottes sind und geheiligt werden.

Wenn es um Zugehörigkeit geht, dann kennen wir beide Seiten: ausgeschlossen sein oder eingeladen werden, Anteil haben und mitmachen können oder nur von Ferne zusehen dürfen. Jedem von uns wurde schon einmal der Rücken zugekehrt oder eine Tür vor der Nase zugeschlagen – und vermutlich hat das jeder von uns, bewusst oder unbewusst, schon selbst gegenüber anderen getan. Jeder von uns kennt aber, Gott sei Dank, auch die Freude, willkommen und angenommen zu sein.

Zugehörigkeit ist nicht selbstverständlich. Das ist hochaktuell, eine Frage, die uns in den Nachrichten beschäftigt, etwa im Blick auf Flucht und Vertreibung. Stichworte dazu sind beispielsweise: „Willkommenskultur“ und „Integration“, aber auch „Mauerbau“ oder „Überfremdung“.

Als Christen wird uns an diesem Feiertag Allerheiligen ein anderer Blick angeboten: Zugehörigkeit ist selbstverständlich – aus Gottes Perspektive. Wir können zu denen gehören, die in Gottes Nähe sind. Wir können zu denen gehören, die Jesus selig preist, wir können uns zu Gottes Kindern zählen – weil wir es von Gott her sind.  Er stellt keine Bedingungen.

Nur eines ist ihm wichtig: dass wir uns auf ihn einlassen, dass wir bereit sind, auf seine Gebote zu achten, und dass wir auch zu ihm gehören wollen. Dazu bekennen wir uns in der Taufe.

In der Taufe sind wir Kinder Gottes geworden. Es ist ein Geschenk, dass wir zu Gott gehören, dass wir ihm zugehörig sein dürfen. Es gilt, dies auch im Alltag mit Leben zu füllen. Zu Gott zu gehören zeigt sich in unserem Denken, Reden und Handeln. Aus der Taufe zu leben, ist unsere erste Berufung als Christen. Dass uns das gelingt, jeden Tag, darum wollen wir am heutigen Gebetstag um geistliche Berufungen besonders beten und dankbar sein für diese geschenkte Zugehörigkeit zu allen Heiligen, die uns als Vorbilder im Glauben vorangegangen sind.

 

Vergebungsbitte

GL 582,4

 

Lied

GL 489 – Lasst uns loben, freudig loben

 

1. Lesung

Offb 7,2–4.9–14

 

Antwortgesang

GL 548 – Für alle Heilgen in der Herrlichkeit

 

2. Lesung

1 Joh 3,1–3

 

Halleluja

GL 174,5

 

Evangelium

Mt 5,1–12a

 

Aktion

Die vorbereiteten Zettel werden verteilt. Die Gottesdienstbesucher werden eingeladen, den Satz auf diesen Zetteln zu beenden. Anschließend werden die Zettel eingesammelt und vor dem Altar abgelegt oder an einer Wäscheleine festgeklammert o.ä. oder mit nach Hause genommen.

dabei Instrumentalmusik, anschließend:

 

Lied

GL 459 – Selig seid ihr

 

Fürbitten

Gott, du siehst die Herzen der Menschen. Du hast uns alle geschaffen und ins Leben gerufen. Dich bitten wir:

 

Heilige die Priester und Ordensleute in ihrem Lebensstand. Steh den Jugendlichen bei, die darüber nachdenken, ob sie dir in dieser Lebensform folgen sollen, und lass sie erkennen, welcher Weg der für sie richtige ist.

 

R Dreifaltiger Gott. – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Heilige die Kinder, die in der Erstkommunion die Zugehörigkeit zu dir erfahren und die Jugendlichen, die in der Firmung bekräftigen, zu dir gehören zu wollen. Stärke sie, damit sie im Gebet mit dir verbunden bleiben und lass sie immer tiefer in der Beziehung mit dir wachsen. R

 

Heilige alle Getauften, die du zum Leben aus deiner Kraft berufen hast. Lass sie diese Quelle entdecken und zeige ihnen, dass sie bei dir Halt und Trost finden. R

 

Heilige alle, die den Glauben an dich weitergeben, damit sie Vorbild im Glauben sind und anderen die wahre Freiheit eröffnen, das Leben mit dir zu gestalten. R

 

Heilige alle, die sich ausgeschlossen fühlen oder es tatsächlich sind. Sei auch bei denen, die sich selbst bewusst abgewandt haben. Lass sie nicht allein und schenke ihnen deinen Beistand. R

 

Vaterunser

Gott, du bist gut. Du nennst uns deine Kinder und liebst uns wie ein Vater. All unsere Bitten, Sorgen und Fragen bringen wir zu dir in dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat: Vater unser ...

 

Gebet

GL 676,6 – Andacht Heilige (ohne Lesungstext)

 

Segensbitte

GL 22,2

 

Lied

GL 543,1+3+4 – Wohl denen, die da wandeln

 

 

 

Ulrike Mudrich, Limburg