3. Januar 2019

Donnerstag der Weihnachtszeit



Eucharistiefeier

 

 

Intention: Priester

 

Leitwort

Ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes. (Joh 1,34)

 

Einführung

„Seht!“ – Diese Aufforderung hören wir heute in den Lesungen aus der Heiligen Schrift.

Im Johannesbrief wird uns mit diesem Aufruf Gottes unbegreifliche Liebe vor Augen gestellt. Im Evangelium beginnt damit das Zeugnis des Johannes des Täufers, der von sich wegweist, hin auf einen anderen, und sich ganz zurücknimmt für den, der größer ist als er: Jesus.

„Seht“ – Wer andere so anspricht, will sie auf etwas aufmerksam machen oder auf etwas Besonderes hinweisen.

„Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.“ Beten wir am heutigen monatlichen Gebetstag um geistliche Berufungen um Berufungen zum priesterlichen Dienst, damit wir dies in der Feier der Sakramente immer wieder hören dürfen.

Der Dienst des Priesters verweist uns immer wieder darauf, dass wir unsere Hoffnung auf das göttliche Kind setzen sollen, auf den Sohn Gottes, der später von sich sagen wird: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6) Auf diese Zusage dürfen wir in unserem Leben vertrauen.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du bist das Lamm Gottes.

Du nimmst hinweg unsere Sünden.

Du bist gegenwärtig in unserer Mitte.

 

Tagesgebet (MB 53)

Allmächtiger Gott,

dein Sohn ist durch die Geburt aus der Jungfrau

uns in allem gleich geworden, außer der Sünde.

Gib, dass wir in unserem Denken und Tun

den alten Menschen ablegen

und als neue Menschen ein neues Leben beginnen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

1 Joh 2,29 – 3,6

 

Evangelium

Joh 1,29 – 34

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, zu dir beten wir voll Vertrauen:

 

Sei bei Papst Franziskus und allen Bischöfen, damit sie dein Wirken in dieser Welt verkünden und die Gemeinschaft der Glaubenden stärken.

 

R Herr Jesus Christus. – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Stärke die Priester und Ordensleute mit deinem Heiligen Geist, damit sie kraftvoll Zeugnis ablegen von deiner Gegenwart mitten unter uns. R

 

Begleite unsere jungen Menschen in ihren Fragen und Nöten, damit sie ihren Weg finden und ihn mutig und entschieden gehen. R

 

Öffne unser Herz für deine Stimme, damit wir auch im neuen Jahr erkennen, wozu du uns rufst. R

 

In Stille beten wir in unseren persönlichen Anliegen zu dir. – Stille, anschließend R

 

Du, Herr Jesus Christus, bist mitten unter uns. In deiner Liebe sind wir geborgen. Dafür danken wir dir, heute und in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 245 – Menschen, die ihr wart verloren

 

Antwortgesang

GL 55,1 – Verse laut Lektionar

 

Halleluja

GL 174,4 – Vers laut Lektionar

 

Zur Gabenbereitung

GL 456 – Herr, du bist mein Leben

 

Sanctus

GL 200

 

Agnus Dei

GL 207

 

Zum Dank

GL 400 – Ich lobe meinen Gott

 

Nach dem Segen

GL 528 – Ein Bote kommt, der Heil verheißt

 

 

 

Sebastian Feuerstein, Malsch

 

 

 

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Wort-Gottes-Feier

 

 

Intention: Priester

 

Leitwort

Ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes. (Joh 1,34)

 

Lied

GL 360,1+2+5 – Macht weit die Pforten in der Welt!

 

Liturgische Eröffnung

GL 669,2

 

Einführung

Auf Jesus schauen und am Reich Gottes bauen, dazu ruft das Lied auf, das wir eben gesungen haben. Aber was sehen wir denn, wenn wir auf ihn schauen? Jetzt in der Weihnachtszeit sehen wir ein kleines, schwaches Kind. Am ersten Sonntag im Jahreskreis wird uns Jesus als jemand vorgestellt, der sich in die Reihe der Sünder stellt. Wir sehen einen einfachen Mann aus dem unbedeutenden Nazaret – kann von dort etwas Gutes kommen, so wird gefragt. Wir sehen einen, der nur drei Jahre lang öffentlich auftritt und dann viel zu früh stirbt, der einen grauenhaften Tod stirbt.

Und doch: Das Lied sieht in Jesus einen König, es beschreibt, wie er Licht verbreitet, Fesseln löst, heilt, wie er Menschen zum Sehen und Gehen bringt. Es zeigt auf, wie er alle Begrenzungen überwindet. Es besingt, dass mit ihm das Reich Gottes schon begonnen hat.

Dieser Gottesdienst steht unter dem Leitwort: „Ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.“ Johannes der Täufer sagt das, denn er hat tiefer gesehen. Kann ich das auch sagen?

Jeder Christ ist berufen, Zeuge zu sein für Jesus Christus, den Sohn Gottes. Wir brauchen aber auch Priester, die sich mit ihrer ganzen Person in den Dienst der Verkündigung stellen und Jesus Christus in der Feier der Eucharistie und der Spendung der Sakramente erfahrbar machen.

Um Berufungen zum priesterlichen Dienst wollen wir heute, am monatlichen Gebetstag um geistliche Berufungen, beten.

 

Christusrufe

Herr Jesus Christus,

du hast unser Menschsein geteilt.

Du hast uns die Liebe des Vaters gezeigt.

Du bist auferstanden von den Toten und lebst fort in deiner Kirche.

 

Tagesgebet (MB 315, Nr. 29)

Gott.

In Jesus von Nazaret hast du der Welt

den neuen Menschen gegeben.

Wir danken dir,

dass wir ihn kennen dürfen;

dass sein Wort und Beispiel

in dieser Stunde unter uns lebendig wird.

Öffne uns für seine Gegenwart.

Rühre uns an mit seinem Geist.

Mach durch ihn auch uns zu neuen Menschen.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

 

Lesung

1 Joh 2,29–3,6

 

Antwortgesang

Psalm 98 – GL 55, 1+2

 

Evangelium

Joh 1,29–34

 

Impuls

Im Johannesevangelium hängen Glauben und Sehen eng zusammen. Der Abschnitt, den wir eben gehört haben, enthält das Wort „sehen“ fünfmal. Und danach geht es gerade so weiter: „Kommt und seht“, fordert Jesus die beiden Jünger auf, die sich für ihn interessieren. „Komm und sieh“, entgegnet Philippus dem Natanaël, der wegen der Herkunft Jesu aus Nazaret Zweifel hegt. Wer Jesus mit bereitem Herzen sieht, wer ihn also erfährt, dem geht auf, wer er ist.

Johannes der Täufer und die Jünger Jesu hatten es also gut. Sie konnten Jesus unmittelbar sehen und erleben. Johannes sah sogar den Geist Gottes auf Jesus ruhen. Wir aber waren nicht dabei. Was also können wir bezeugen?

Ich denke, wir alle haben Erfahrungen gemacht mit der Botschaft Jesu. Worte des Evangeliums haben uns getroffen, geprägt, bewegt, inspiriert. Wir erleben, dass der Glaube trägt, ermutigt, anspornt; dass da einer ist, der einen jeden bedingungslos liebt, der Schuld vergibt, der das Leid kennt, der auf der Seite der Benachteiligten steht, der das Leben will.

Wir haben vielleicht Erfahrungen gemacht im Gebet und in der Feier des Gottesdienstes. Wenn wir heute in besonderer Weise um und für Priester beten, dann kann uns dies außerdem daran erinnern, dass wir ihnen so manches verdanken; dass sie uns in den Sakramenten die Nähe Gottes spüren lassen; dass sie uns sein Wort verkünden und auslegen und uns so auf unserem Glaubensweg bestärken.

Wir können Sinn finden in einem Leben aus dem Glauben, im Handeln nach dem Wort Gottes.

Wir haben Erfahrungen mit der Glaubensgemeinschaft, mit Menschen, die aus dem Glauben und in der Verbindung mit Jesus Christus ihr Leben gestalten.

Und damit schließt sich der Kreis: Was sehen andere, wenn sie mich sehen? Was können sie an mir ablesen, was geht ihnen da auf?

 

Stille

 

Das Zeugnis für Jesus Christus müssen und können wir nicht aus uns selbst heraus geben. In Taufe und Firmung schenkt Gott den Geist seines Sohnes, den Beistand. Priester werden in der Kraft des Heiligen Geistes zu ihrem Dienst bevollmächtigt.

Wenn wir nun in das Lied „Ich bin getauft und Gott geweiht“ einstimmen, dann soll uns das vor Augen führen, dass wir nicht aus eigener Kraft Zeugnis von Jesus Christus ablegen, sondern dank seiner Initiative dazu in der Lage sind. Wir werden zu Zeugen in der Welt, weil wir seine Freunde sind.

 

Lied

GL 491 – Ich bin getauft und Gott geweiht

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Johannes der Täufer hat für dich Zeugnis abgelegt. Im Gebet bitten wir um Menschen, die dich auch heute in Wort und Tat bezeugen und rufen zu dir:

 

R Christus höre uns. – Christus erhöre uns.

 

Hilf den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ihren Weg in der Nachfolge zu finden. Stärke alle, die sie bei ihrer Suche begleiten. R

 

Schenke deiner Kirche Priester, die deine Gegenwart in unseren Gemeinden bezeugen und in den Sakramenten dein Heil erfahrbar machen. R

 

Sei bei den Menschen, die im Glauben verunsichert sind. Mache unsere Gemeinden und geistlichen Gemeinschaften zu Räumen, wo sie Glaubenserfahrungen machen können. R

 

Stehe allen Christen bei, die wegen ihres Glaubenszeugnisses belächelt, benachteiligt oder sogar verfolgt werden. R

 

Mache uns bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der uns nach dem Grund unserer Hoffnung fragt. R

 

Herr Jesus Christus, wer dich sieht, sieht den Vater. An ihn wollen wir uns mit den Worten wenden, die du uns zu beten gelehrt hast:

 

Vaterunser

Vater unser ...

 

Lied

GL 239 – Zu Betlehem geboren

 

Gebet

GL 678,3

 

Segensbitte

Der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt,

bewahre unsere Herzen und Gedanken

in der Gemeinschaft mit Christus Jesus.

 

Und so segne uns der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

 

 

Sr. Maria Uttenreuther OSF, Bamberg