6. Juni Donnerstag der 7. Woche in der Osterzeit

Eucharistiefeier



Intention: Junge Menschen

 

Leitwort

Hab Mut! (Apg 23,11)

 

Einführung

„Hab Mut! Denn so wie du in Jerusalem meine Sache bezeugt hast, sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.“ (Apg 23,11) So sagte es der Herr selbst Paulus zu, als dieser in Bedrängnis geraten war, wie wir es in der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte hören werden. Wir wollen heute in besonderer Weise für junge Menschen beten, die in ihrem Leben vielleicht auch manches Mal in Bedrängnis sind – sei es in der Familie, der Schule, der Ausbildungsstätte oder bei ihrer persönlichen Entscheidung, wohin der weitere Weg gehen soll.

Auch vom „Zeugnis ablegen“ spricht die heutige Lesung. Junge Menschen sind auf der Suche. Sie wollen ihren Weg finden und möchten in ihrem Leben für etwas stehen, einstehen und von einer Sache überzeugt sein. Unterstützen wir sie, dass sie ihren Weg im Leben finden und auch den Mut haben, durch ihr Leben den Glauben an Jesus Christus zu bezeugen.


Kyrie

Herr Jesus Christus,

du öffnest uns die Augen, den Mund und das Herz.

Du zeigst uns den Weg zum Leben.

Du schenkst uns den Mut, dich zu bezeugen.

 

Tagesgebet (MB 195)

Wir bitten dich, Herr, unser Gott,

der Heilige Geist erfülle uns

mit dem Reichtum seiner Gaben.

Er schenke uns eine Gesinnung, die dir wohlgefällt,

damit wir deinem Willen immer mehr entsprechen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Apg 22,30;23,6–11

 

Evangelium

Joh 17,20–26

 

Fürbitten

Gott, unser Vater, du hast uns deinen Heiligen Geist verheißen, der uns beisteht und belebt. Im Vertrauen darauf bitten wir dich:

 

Für alle jungen Menschen, die auf der Suche nach ihrer Berufung sind: Schenke ihnen Mut, sich den Fragen ihres Lebens zu stellen und gib ihnen Menschen an ihre Seite, die ihr Suchen ernst nehmen.

R  V/A Herr, sende aus deinen Geist.

 

Für die Priester und alle, die ihre Berufung gefunden haben und die Botschaft Jesu in ihrem Leben bezeugen: Gib ihnen auch in schweren Zeiten die Gewissheit, dass du sie in ihrem Leben trägst, und bestärke sie darin, von diesen Erfahrungen zu sprechen. R

 

Für Papst Franziskus und alle Hirten der Kirche: Lass sie nie müde werden, mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und auf ihre Stimme zu hören, um mit ihnen in Kirche und Welt für den Glauben an den Auferstandenen einzutreten. R

 

Für alle Familien und Lebensgemeinschaften: Gib ihnen die Zuversicht, dass sie deiner Botschaft vertrauen und daraus leben können. Stärke alle Eltern darin, Kindern den christlichen Glauben vorzuleben und so dazu beizutragen, dass geistliche Berufungen wachsen können. R

 

Für alle verfolgten Christen, die ihren Glauben nur im Verborgenen leben können: Schenke ihnen die Zuversicht, dass deine Liebe alle Not und Gewalt überwinden kann. R

 

Für alle unsere Verstorbenen, die dir vertraut und in ihrem Leben auf dich gehofft haben: Nimm sie auf in dein Reich und lass sie teilhaben am himmlischen Hochzeitsmahl. R

 

Barmherziger und allmächtiger Gott: Durch deinen Sohn Jesus Christus schenkst du uns Mut für unser Leben. Dir sei die Ehre, heute und bis in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 326 – Wir wollen alle fröhlich sein 

 

Antwortgesang

GL 649,2 – Verse laut Lektionar

 

Halleluja

GL 174,5

 

Zur Gabenbereitung

GL 146 – Du rufst uns Herr, an deinen Tisch

 

Sanctus

GL 199

 

Agnus Dei

GL 203

 

Zum Dank

GL 329 – Das ist der Tag, den Gott gemacht

 

 

 

Ralf Feix, Speyer

 

 

 

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Wort-Gottes-Feier

 

Intention: Junge Menschen

 

Leitwort

Hab Mut! (Apg 23,11)

 

Lied

GL 456 – Herr, du bist mein Leben

 

Einleitung

Wofür brauchst du Mut? Was macht dir Angst oder lässt dich zögern?

Was hilft dir, letztlich doch das zu tun, was dich Überwindung kostet?

Der heutige Gebetstag um geistliche Berufungen steht unter dem Leitwort „Hab Mut!“. Gemäß der Schilderung aus der Apostelgeschichte, die wir später hören werden, spricht der Herr selbst dem Apostel Paulus diese Ermutigung zu, als dieser in Jerusalem vor den Hohen Rat gerufen

wird, um für ihn Zeugnis abzulegen.

Eine solche Ermunterung brauchen auch wir, wenn es darum geht, Schwieriges zu wagen, Entscheidungen zu treffen und entschlossen einen Weg einzuschlagen. Insbesondere junge Menschen, die ihren Platz im Leben noch suchen und deren Leben oft noch nicht von hilfreichen Routinen getragen ist, müssen immer wieder Mut aufbringen. Auch sind gerade sie immer wieder in Situationen, in denen sie sich wegen ihres Glaubens rechtfertigen und erklären müssen. Bitten wir, dass sie dann den Beistand Gottes spüren und, ähnlich stark wie der Apostel, daraus Mut schöpfen können.

Begrüßen wir zu Beginn dieses Gottesdienstes den Herrn in unserer Mitte.

 

Christusrufe

Herr Jesus Christus,

du gibst uns Kraft durch deine frohe Botschaft.

Du machst uns Mut durch dein Leben und Wirken.

Du schenkst uns Hoffnung durch deine Auferstehung.

 

Tagesgebet (MB 195)

Wir bitten dich, Herr, unser Gott,

der Heilige Geist erfülle uns

mit dem Reichtum seiner Gaben.

Er schenke uns eine Gesinnung, die dir wohlgefällt,

damit wir deinem Willen immer mehr entsprechen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Apg 22,30;23,6–11

 

Antwortgesang

GL 448 – Herr, gib uns Mut zum Hören

 

Evangelium

Joh 17,20–26

 

Impuls

Unsere Welt kann tatsächlich zum Fürchten sein. Wohin geht die Entwicklung in den Krisengebieten der Welt, in der Wirtschaft, in unserem Sozial- und Gesundheitswesen?
Diese Erkenntnis bedrängt uns immer wieder nicht nur im Blick auf die große Welt, sondern sie betrifft auch unseren Alltag im Kleinen: Was wird aus mir selbst? Welche Wünsche werde ich verwirklichen können? Welche meiner Lebensfragen werden sich klären?

 

In den heutigen Lesungstexten hören wir, wo wir Hilfe finden können und wie alles gut werden kann: Wenn wir in Christus sind, sind wir in Gott und er ist in uns. Wo könnten wir besser aufgehoben sein? Gott nimmt uns mit offenen Armen auf, wenn wir seine Nähe suchen.
In der Lesung aus der Apostelgeschichte hören wir die Zusage: „Hab Mut!“
Trotz aller bedrängenden Fragen haben wir Grund, zuversichtlich zu sein: Wenn wir auf das Wort Gottes hören und im Gebet mit ihm verbunden sind, werden wir uns als getragen und gehalten erfahren. So von Gott in Liebe angenommen, können wir schließlich auch unsere Berufung erkennen, die jedem von uns mitgegeben ist – nicht als Last, sondern zur Entlastung von dem Gewicht, das wir uns selbst manchmal auf unsere Schultern legen. Dann spüren wir, dass nicht alles von uns abhängt, sondern dass wir darauf vertrauen können, dass in Gott alles gut aufgehoben ist. Und das kann tatsächlich Mut machen.

 

Lied

GL 383 – Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt

 

Fürbitten

„Alle sollen eins sein.“ ( Joh 17,21) Mit dieser Bitte hat sich Jesus selbst an seinen Vater im Himmel gewandt. Zugleich ermutigt er uns, mit unseren Anliegen vor Gott zu kommen. So beten wir voll Vertrauen:

 

Wir beten für die Priester und Ordensleute, die ihr Leben in besonderer Weise in deinen Dienst gestellt haben. Begleite sie in ihrem Leben, insbesondere in den Situationen, in denen sie in Zweifel geraten oder in ihrer Lebensgestaltung angezweifelt werden.

 

R  V/A Herr, sende aus deinen Geist.

 

Wir beten für die jungen Menschen, die ihren Weg im Leben suchen. Schenke ihnen Mut, sich zu entscheiden und an einer guten Zukunft zu bauen. R

 

Wir beten für all jene, die deinen Ruf in einen geistlichen Beruf wahrnehmen. Bestärke sie darin, dir zu folgen und zu Arbeitern in deinem Weinberg zu werden. R

 

Wir beten für unsere Kirche, die infolge von Skandalen, Verfehlungen ihrer Mitglieder und Fehlern von Verantwortlichen viel Vertrauen verloren hat. Sende deinen Heiligen Geist, damit sie den Glauben glaubwürdig bezeugen und den Menschen die Kraft deiner Frohen Botschaft vermitteln kann. R

 

alternativ: Jahresgebet der Berufungspastoral „Mir geschehe“

 

Vaterunser

„Vater, sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir.“ (vgl. Joh 17,22–23) Dies trägt uns Jesus Christus auf. In besonderer Weise kommt diese Verbindung, die wir durch Jesus untereinander und zu Gott, unserem Vater im Himmel, haben, im vertrauensvollen Beten des Vaterunsers zum Ausdruck – dem Gebet, das uns Jesus selbst geschenkt hat. Und so beten wir gemeinsam: Vater unser...

 

Lied

GL 328, 1+2+6+7 – Gelobt sei Gott im höchsten Thron

 

Segensgebet

Zum Abschluss dieser Feier wollen wir Gott um seinen Segen bitten:

Gott, du hast uns berufen, uns in deinen Dienst zu stellen. Mit dir wollen wir allezeit auf dem Weg bleiben. Sei das Wort, auf das wir hören und dem wir folgen. Sei das Licht, das uns erleuchtet. Sei die Kraft, die uns erfüllt. Sei der Beistand, der uns nicht verlässt. Mach uns vollkommen eins mit dir und lass uns zur ewigen Vollendung gelangen.

Und so segne uns der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

 

 

 

Ulrike Mudrich, Bad Camberg