12. Mai
WELTGEBETSTAG
UM GEISTLICHE
BERUFUNGEN

Eucharistiefeier


Leitwort

Mir geschehe

 

Einführung

Jesus Christus ist der gute Hirte, der zum vollen Leben führen will: zum freien Selbst-Sein, zum wahren Glück, zu dem Ort, an dem das eigene Wirken zum Segen für Viele wird. Damit das geschehen kann, braucht es ein offenes, bereites Herz, welches das göttliche Wort empfängt und seinen Verheißungen mit Leib und Seele Raum gibt.

Noch vor jeder Sendung zur Mitarbeit im Reich Gottes ruft Jesus Christus den Einzelnen aus alten Verstrickungen heraus, um ganz frei und heil und damit liebesfähig zu werden – fähig, sich zu verschenken. Denn nicht aus falscher Pflichttreue soll das Ja zum Willen Gottes gesprochen werden, sondern weil im eigenen Herzen die Erkenntnis gereift ist, dass erst ein Leben aus der innigen Beziehung zu Jesus Christus heraus wirklich erfüllt. Die Antwort auf den Ruf Gottes kann nur ein „Mir geschehe“ sein, das in der freien Liebe wurzelt und sich bleibend daraus empfängt. So kann die Bereitschaft wachsen, alle falschen Sicherheiten loszulassen – auf Grundlage der Erfahrung, die größte Sicherheit, das Ja Gottes zu uns, schon zu besitzen. Das erst macht frei und offen dafür, mit der Hingabe des eigenen Lebens zu antworten und sich dauerhaft zu binden.

Dass vor allem junge Menschen den Willen Gottes für das eigene Leben als etwas erfahren können, das zutiefst dem eigenen Sehnen entspricht und dieses in überfließendem Maß erfüllt, darum beten wir heute in besonderer Weise.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

wo Angst und Verzagtheit das Herz verhärten –

wo Kleinmut und Selbstsucht uns hemmen, deinem Weg in die Weite zu folgen –

wo das Festhalten an falschen Sicherheiten hindert, uns für deine Botschaft hinzugeben –

 

Tagesgebet (MB 161)

Allmächtiger, ewiger Gott,

dein Sohn ist der Kirche siegreich vorausgegangen

als der Gute Hirt.

Geleite auch die Herde,

für die er sein Leben dahingab,

aus aller Not zur ewigen Freude.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

 

1. Lesung

Apg 13,14.43b–52

 

2. Lesung

Offb 7,9.14b–17

 

Evangelium

Joh 10,27–30

(Eine Predigtanregung finden Sie in der rechten Seitenspalte)

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast uns vorgelebt, was es heißt, sich zu verschenken. Du hast dein Leben für uns gegeben und bist auch heute an unserer Seite. Wir kommen mit unseren Bitten zu dir:

 

Du lockst uns ins wahre Leben. Wir bitten dich für die jungen Menschen: Öffne ihre Herzen, dass sie dein Wort vernehmen und mit dir Neues wagen.

 

R Christus, höre uns. – Christus, erhöre uns.

 

Du befreist uns zur vollen Freiheit. Wir bitten dich für die, die sich dir ganz überlassen wollen: Stärke ihr Vertrauen auf dich und zeige ihnen die Schönheit und den Reichtum, die aus einer entschiedenen Hingabe an dich erwachsen. R

 

Du reichst denen die Hand, die allein nicht weitergehen können. Wir bitten dich für die jungen Menschen in ihren oft mühsamen Suchprozessen: Stelle ihnen Wegbegleiter zur Seite, die einfühlsam und geduldig mitgehen. R

 

Du bist die Tür in das neue Reich des Friedens und der Versöhnung. Wir bitten dich für die religiösen Gemeinschaften: Gib ihnen die nötige Offenheit für alle, die eintreten, und die Bereitschaft, sich bereichern zu lassen durch das, was diese je individuell einbringen. R

 

Du trägst mit an dem, was wir nicht mehr ertragen. Wir bitten dich für die Priester und Ordensleute, die müde geworden sind: Eröffne ihnen Freiräume zum Aufatmen und schenke ihnen deinen heilenden und stärkenden Geist. R

 

Du rufst dort, wo alles stumm bleibt. Wir bitten dich für all die Jugendlichen, die auf dem Weg der Nachfolge zögern: Schenke ihnen Mut zur Entscheidung. R

 

Herr Jesus Christus, du bist unser guter Hirte, der auf uns achtet und für uns sorgt. Daraus dürfen wir Mut und Zuversicht schöpfen. Dir sei Lob und Dank, heute und bis in Ewigkeit.

 

Gesänge

Zum Einzug

GL 521 – Maria, dich lieben

 

Gloria

GL 169

 

Antwortpsalm

GL 401 – Verse laut Lektionar

 

Halleluja

GL 174,1 – Vers laut Lektionar

 

Zur Gabenbereitung

GL 188 – Nimm, o Gott, die Gaben

 

Sanctus

GL 193

Agnus Dei

GL 208

 

Zum Dank

GL 456 – Herr, du bist mein Leben

 

Nach dem Segen

GL 525 – Freu dich, du Himmelskönigin

 

 

 

Anne Schlund, Vallendar

 

 

 

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Wort-Gottes-Feier


Leitwort

Mir geschehe

 

Lied

GL 318 – Christ ist erstanden

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einführung

An diesem vierten Sonntag der Osterzeit, der zugleich der Weltgebetstag um geistliche Berufungen ist, wollen wir miteinander den lebendigen Gott feiern. Die Auferstehung Jesu ist und bleibt ein göttliches Geheimnis. Sie war schon für die Jünger Jesu nicht leicht anzunehmen. Damals wie heute überdecken Ängste und Zweifel die Kraft des Lebens, das Gott uns in der Auferstehung Jesu schenken möchte.

Maria und die große Mehrheit der Jünger Jesu haben trotz aller Zweifel und der beängstigenden Situation, in der sie sich nach der Hinrichtung und dem Tod ihres Herrn befanden, seiner Botschaft vertraut und sind seinem Ruf gefolgt, so dass der Glaube sich bis heute ausbreiten konnte und auch uns erfüllt hat.

In diesem Gottesdienst wollen wir einander auf unserem Glaubensweg stärken – eingedenk der Lebensleistung der Jünger Jesu und der ersten Christen, mit der die Geschichte des Christentums ihren Anfang genommen hat. Zugleich wollen wir in besonderer Weise für diejenigen beten, die eine Berufung zum Priestertum, zu einem Leben als Ordenschrist oder in einer anderen geistlichen Lebensform in sich spüren und damit der Hoffnung, die sie erfüllt, einen besonderen Ausdruck geben wollen.

 

Stille

 

Christusrufe

GL 675,4 – von „Herr Jesus Christus...“ bis „Du heilst die Wunden...“

Anstelle des angegebenen Antwortrufes spricht die Gemeinde „Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.“

 

Gebet

Treuer Gott,

durch die Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus wissen wir, dass du einem jeden von uns Leben in Fülle schenken möchtest. Erneuere uns immer wieder mit deinem Wort des Lebens und rufe uns auf den Weg zu dir und zu den Menschen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

1. Lesung

Apg 13,14.43b–52

 

Antwortgesang

GL 347 – Der Geist des Herrn erfüllt das All

 

2. Lesung

Offb 7,9.14b–17

 

Halleluja

GL 175,2

 

Evangelium

Joh 10,27–30

 

Impuls

Wir wollen einige Minuten der Stille halten. In dieser Zeit können wir über die folgenden Impulse nachdenken:

Jesus spricht von einer unzerstörbaren Beziehung zwischen ihm und uns. Er verspricht sogar, auf ewig Leben zu schenken; niemals werden wir zugrundegehen, so haben wir es eben im Evangelium gehört.

In welchen Situationen habe ich erfahren, dass diese Zusage wahr wurde?

Maria konnte dieser Zusage Gottes trauen und sprach „Mir geschehe“. Sie hat sich ganz der Führung Gottes anvertraut und war bereit, auf eigene Pläne zu verzichten.

Gibt es Pläne, die ich aufgeben soll, damit ich Gott dienen kann? Wozu möchte Gott mich rufen in diesen Tagen/in Zukunft?

 

Stille

 

Marienlied

GL 525, 1–3 – Freu dich, du Himmelskönigin

 

Glaubensbekenntnis

Zum wahren Gott, von dem wir soeben gesungen haben, wollen wir uns nun bekennen:

GL 586,2

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, dein Geist lässt alles neu werden und schenkt der Schöpfung neues Leben. Mit Maria, die auf dich vertraut hat, rufen wir zu dir:

 

Schenke allen, die dein Wort verkünden, die Kraft deines Geistes und die Weite deines Herzens.

 

R V/A Herr Jesus Christus, auf dich vertrauen wir.

 

Erfülle alle Eheleute mit lebendiger Liebe und Treue zu dir und zueinander. R

 

Rufe junge Menschen in deinen Dienst der Nachfolge als Priester, im Ordensleben oder in einem Säkularinstitut. R

 

Entfalte die Charismen, die du allen Getauften und Gefirmten geschenkt hast, damit sie zum Wachstum deines Reiches und zur Erneuerung deiner Kirche beitragen. R

 

Schenke allen Erstkommunionkindern und den Jugendlichen, die sich auf ihre Firmung vorbereiten, Freude und Stärke durch ihren Glauben. R

 

(je nach Möglichkeit: Einladung, eine persönliche Bitte zu sprechen)

 

Herr Jesus Christus, dein Wort trägt und erneuert uns. Dafür danken wir dir und preisen dich, heute und in Ewigkeit.

 

Vaterunser

Jesus Christus hat uns den Weg zu Gott erschlossen – zu Gott, seinem und unserem Vater, der uns in Liebe zugewandt ist. In diesem Bewusstsein beten wir: Vater unser...

 

Friedensgruß

„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ – Schon oft haben wir diese Worte gesprochen. Dass sie in unserem Leben auch Wirklichkeit werden, erweist sich dagegen bisweilen als schwierig. Immer wieder stellt es eine Herausforderung für uns dar, einander in Frieden zu begegnen.

Und doch hat uns Gott Frieden zugesagt, einen Frieden, der noch viel tiefer geht, als das, was wir auf Erden erleben können – und doch ein Frieden, der schon heute unter uns beginnt. Diesen Frieden wollen wir uns gegenseitig zusagen.

 

Gebet

Herr, unser Gott,

wir haben dein Wort nicht nur gehört, sondern in uns aufgenommen und die Auferstehung deines Sohnes gefeiert. Lass uns wie Maria immer tiefer hineinwachsen in die lebensspendende Kraft des Glaubens.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Segen

Der Herr segne und behüte uns im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Schlusslied

GL 326 – Wir wollen alle fröhlich sein

 

 

 

Martin Kochalski, Dresden