6. April 2017

Donnerstag der 5. Fastenwoche

Eucharistiefeier

 

Leitwort

Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir. (Gen 17,7)

 

Einführung

Das hört sich ja alles gut an: Gott verheißt Abraham eine goldene Zukunft. Er soll Stammvater einer Menge von Völkern werden. Könige werden von ihm abstammen. Er gibt ihm ein Land zu eigen. Nicht schlecht. Und um all das zu besiegeln, sagt Gott zu Abraham: „Ich schließe einen Bund zwischen mir und dir.“ Als so Angesprochener könnte man sich ja zuallererst einmal freuen, sich geehrt fühlen oder dergleichen mehr. Doch die Reaktion des Abraham sieht anders aus. Die Lesung bricht vorher ab, sie verschweigt uns, was Abraham in diesem Moment durch den Kopf geht. Aus gutem Grund, könnte man sagen: Denn Abraham lachte. Er lacht Gott aus, angesichts seiner Verheißungen. Er ist schlicht zu alt, als dass er sich so etwas vorstellen könnte. Wie soll das alles gehen? Das ist nach menschlichem Ermessen doch nicht möglich.

Am heutigen Gebetstag um geistliche Berufungen beten wir für alle Theologiestudentinnen und -studenten. Und vielleicht geht es ihnen bisweilen ähnlich. Sie fragen sich, wie das alles gehen soll: so viele Aufgaben, die es zu bewältigen gibt, und so wenig eigene Kraft. Grund genug, ebenfalls verlegen zu lachen, der ganzen Sache nicht zu trauen.

Doch genau das tut Abraham letztlich nicht. Er handelt, wie Gott es ihm aufgetragen hat, und macht die Erfahrung: Gott steht ihm zur Seite. Das kann doch auch heute gerade den jungen Menschen Mut machen, Gott zu vertrauen und zu tun, was er von uns will. Er lässt niemanden allein! Sein Bund bleibt bestehen!

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du rufst uns in deine Nachfolge.

Du bist bei uns, wenn unsere eigenen Kräfte zu gering werden.

Für dich ist nichts unmöglich.

 

Tagesgebet MB 130

Allmächtiger Gott,

erhöre unser Gebet und beschütze uns,

denn wir setzen unsere ganze Hoffnung auf dich.             

Reinige uns von aller Sünde

und hilf uns, in deiner Gnade zu leben,

damit wir Erben deiner Verheißung werden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Gen 17,1a.3–9

 

Evangelium

Joh 8,51–59

 

Fürbitten

Gott, unser Vater, dir zu vertrauen ist immer richtig. Auch dann, wenn wir deine Wege nicht verstehen, sind wir bei dir aufgehoben und werden von dir gehalten. Deshalb bitten wir dich:

 

Sei den Theologiestudentinnen und -studenten nahe, damit sie durch das Studium immer mehr zu dir finden und in ihrer Beziehung zu dir wachsen.

 

R Gott, Vater im Himmel. – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Stärke alle Priester und Ordensleute in ihrem Dienst und rufe junge Menschen in deine Nachfolge. R

 

Gib unseren Jugendlichen gute Vorbilder im Glauben und für ihr Leben, damit sie Orientierung für die Gestaltung ihrer Zukunft finden. R

Gib allen Christen den Mut, dir zu vertrauen – gerade auch dann, wenn sie in schwierigen Situationen sind. R

 

Nimm unsere Verstorbenen auf in dein Reich und erfülle an ihnen die Verheißung des ewigen Lebens. R

 

Denn du, guter Gott, bist ein Gott des Lebens. Du öffnest uns das Tor zum Leben. Dir sei Dank heute und bis in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 272 – Zeige uns Herr, deine Allmacht GL 283 – Aus der Tiefe rufe ich zu dir

Antwortpsalm

GL 283 – Aus der Tiefe rufe ich zu dir

Ruf vor dem Evangelium

GL 176,4 

Zur Gabenbereitung

GL 281 – Also sprach beim Abendmahle

Sanctus

GL 196

Agnus Dei

GL 203

Zum Dank

GL 275 – Selig, wem Christus ...

 

 

 

 

 

Wort-Gottes-Feier

 

 

Leitwort

Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir. (Gen 17,7)          

 

Lied

GL 638, 1,2+4 – Nun ist sie da, die rechte Zeit

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einführung

„Der Esel nennt sich selbst zuerst!“ So wurde vielen von uns beigebracht, dass man in der Aufzählung erst den anderen und dann sich selbst nennt. Bei uns gilt dies als höflich.

Im heutigen Lesungstext macht Gott es umgekehrt. Er sagt: „Ich schließe einen Bund zwischen mir und dir.“ Dies verdeutlicht, wer die Kraft hat, um diesen Bund zu schließen, und von wem das Gute ausgeht, das uns geschieht: „Ich werde dein Gott sein.“ (vgl. Gen 17,7) Und im Evangelium sagt Jesus: „Mein Vater ist es, der mich ehrt, er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott.“ (Joh 8,54) Von ihm geht der Segen aus, er schließt den Bund mit uns, er ehrt Jesus. Wir werden zu seinen Verbündeten und darin reich beschenkt.

Die Bedeutung dieses Bundes und Gottes Geschenk seines Daseins für uns zu erkennen und zu deuten, ist eine Aufgabe, die sich jeder und jedem von uns stellt, wenn wir als Christen durchs Leben gehen. In einem solchen Sinn ist es unser aller Auftrag, Theologie, d.h. die Lehre von Gott, zu studieren und zu treiben, um Gott mit Herz und Verstand näher kommen zu können. Und so beten wir heute gerade auch für diejenigen, die sich dazu entschlossen haben, sich (dem Fragen nach) Gott in Studium und Ausbildung in besonders tiefer Weise zu widmen.

 

Christusrufe

Herr Jesus Christus,

du hast uns deine Liebe gezeigt.

Du hast dich ganz hingegeben zu unserer Erlösung.

Du eröffnest uns neues Leben in Gottes Reich.

 

Tagesgebet MB 130

Allmächtiger Gott,

erhöre unser Gebet und beschütze uns,

denn wir setzen unsere ganze Hoffnung auf dich.             

Reinige uns von aller Sünde

und hilf uns, in deiner Gnade zu leben,

damit wir Erben deiner Verheißung werden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Gen 17,1a.3–9

 

Antwortpsalm

GL 406 – Danket, danket dem Herrn

 

Schriftlesung

Joh 8,51–59

 

Stille

 

Lied

GL 455, 1–3 – Alles meinem Gott zu Ehren

 

Fürbitten

Großer Gott, du hast deinen Bund mit uns geschlossen.

Wir bringen unsere Bitten zu dir:

Für die Priester und Ordensleute, die auf deinen Ruf geantwortet und ihr Leben und Wirken in deinen Dienst gestellt haben: Sei ihnen nahe und stärke sie darin, Vorbilder im Glauben sein zu können.

 

R Gott, Vater im Himmel – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Für Jugendliche und junge Menschen, die ihren Platz in der Welt suchen: Gib ihnen die Gewissheit, dass du bei ihnen bist. R

 

Für alle, die Theologie studieren: Lass sie in der Auseinandersetzung mit deinem Wort deine Liebe erkennen. R

 

Für alle, die ihre eigenen Interessen und Ideen vornean stellen: Lass sie verstehen, welche Verantwortung sie im Umgang mit anderen tragen. R

 

Für das Volk Israel, mit dem du in Abraham deinen Bund geschlossen hast: Lass es den Weg gehen, den dein Ratschluss es führen will. R

 

Für alle, denen das Gebet um geistliche Berufungen ein Anliegen ist: Stärke ihr Vertrauen in die Kraft dieses Tuns und gib ihnen Zuversicht in deine Fürsorge für die Arbeit(er) im Weinberg. R

 

Du bist der Gott, der uns erschaffen und gerufen hat. Du hörst auf unsere Bitten. Dafür danken wir dir heute und alle Tage unseres Lebens.

 

Vaterunser

Lasst uns beten, wie der Vater uns zu beten gelehrt hat: Vater unser ...

 

Lied

GL 416, 1–3 – Was Gott tut, das ist wohlgetan

 

Segensbitte

Barmherziger Gott,

du hast deinen Bund mit Abraham und uns geschlossen und du schließt ihn aufs Neue durch Jesus.

Du rufst uns und wartest auf unsere Antwort. Wir wollen dich suchen und um Menschen beten, die deinem Ruf und ihrer Berufung folgen. Lass deinen Segen auf ihnen ruhen. Segne uns und alle Menschen, für die wir gebetet haben, durch Christus, unseren Herrn.

 

Lied

GL 451 – Komm, Herr, segne uns

 

 

 

Ulrike Mudrich, Limburg