31. Dezember 2020
7. Tag der Weihnachtsoktav

EUCHARISTIEFEIER

Intention: Ehrenamtliche/Katecheten

 

Leitwort

Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht. (Joh 1,7)

 

Einführung

Wir stehen wieder an der Schwelle zu einem neuen Kalenderjahr. Das ist immer eine Gelegenheit, außerhalb der Geschäftigkeit des Alltags auf die Linien des Lebens zu schauen und Entwicklungen in der Welt und im eigenen Umfeld zu betrachten. Es ist gut, dass wir uns dafür Zeit nehmen. Dieses Innehalten ist eine persönliche Angelegenheit und für uns Glaubende  eine Möglichkeit, Gott zu begegnen. In einem bekannten Kirchenlied singen wir, dass unsere Zeit in Gottes Händen steht. Das gilt auch für die Erfahrungen, die wir mit der Corona-Pandemie im letzten Jahr gemacht haben und die unser Leben und auch unseren Glauben (bis heute) geprägt, herausgefordert und vielleicht auch an Grenzen gebracht haben. Als Christen leben wir in dem Vertrauen, dass nichts, was geschieht, uns von der Liebe Gottes trennen kann. Jesus Christus hat sich in unsere Welt hineinbegeben, um uns in alledem nicht allein zu lassen. Diesen Glauben sollen wir ausstrahlen wie ein Licht, das in der Dunkelheit leuchtet. Heute beten wir um diese Fähigkeit besonders für die Katechetinnen und Katecheten, die mit ihrem Leben Zeugnis geben von der menschgewordenen Liebe Gottes.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du bist uns nahe als abendloses Licht in allem Dunkel der Welt.

Du bist uns nahe in allen Unsicherheiten unseres Lebens.

Du bist uns nahe in den treuen Zeugen deiner Liebe.

 

Tagesgebet (MB 876)

Gott, du Herr der Zeiten,

höre auf die Fürsprache

des heiligen Papstes Silvester

und komme deinem Volk zu Hilfe.

Führe es in diesem vergänglichen Leben,

damit es einst zum unvergänglichen gelange

und bei dir das ewige Glück finde.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

1 Joh 2,18–21

 

Evangelium

Joh 1,1–18

 

Fürbitten

Jesus Christus, du Licht der Welt und Licht unseres Lebens, wir bitten dich:

Für alle Hirten der Kirche und für die Ordensleute, denen das Wohl der Menschen am Herzen liegt. R

 

R Du Licht unseres Lebens: – Sei du ihr Licht.

 

Für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die jungen Menschen ein Vorbild gelingenden Lebens sein sollen. R

 

Für die Frauen und Männer, die als Katechetinnen und Katecheten Zeugnis geben für die Schönheit des Glaubens. R

 

Für alle, die Kinder, Jugendliche und Suchende in das Geheimnis des Glaubens begleiten. R

 

Für die Mütter und Väter in den Familien und alle, die den Glauben an die nächste Generation weitergeben. R

 

Für alle Menschen guten Willens, die durch ihr Leben Zeugnis ablegen für dich. R

 

Lebendiger Gott, du bewirkst alles in allem. In der Menschwerdung deines Sohnes hast du die Finsternis vertrieben und uns das Licht des neuen Lebens geschenkt. Gib allen, die von der Hoffnung, die sie erfüllt, Zeugnis geben, deinen Heiligen Geist und führe sie zum ewigen Leben.

 

Gesänge

 

Zur Eröffnung

GL 247,1-4 – Lobt Gott, ihr Christen

 

Kyrie

GL 130

 

Antwortgesang

GL 635,4 – Heute erstrahlt ein Licht

 

Halleluja

GL 175,6

 

Zur Gabenbereitung

GL 257,1+2+5+6 – Der du die Zeit ...

 

Sanctus

GL 132

 

Agnus Dei

GL 133

 

Zum Dank

GL 258,1+3 – Lobpreiset all zu dieser Zeit

 

Schlusslied

GL 405,1-3 – Nun danket alle Gott

 

Martin Kochalski, Dresden-Meissen

 

--

 

 

WORT-GOTTES-FEIER

 

 

Intention: Ehrenamtliche/Katecheten

 

Vorbereitung

Gute Worte aus der Bibel oder positive Begriffe aufschreiben und in einem Korb zur späteren Mitnahme bereitstellen

 

Leitwort

Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht. (Joh 1,7)

 

I. Eröffnung

 

Lied

GL 258 – Lobpreiset all zu dieser Zeit

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einführung

Wenn Kinder sprechen lernen, dann sind die ersten Worte oft „Mama” und „Papa“. Schnell lernen sie mehr Begriffe wie „Ball”, „Auto”, „Puppe”, „Hund” usw. Das sind alles Worte, die etwas Konkretes bezeichnen. Es kommen auch Begriffe dazu, für Dinge, die wir empfinden, wie „heiß“, „zart“ oder „laut“. Worte verschiedenen Empfindungen zuzuordnen, lernen Kinder dadurch, dass sie ihnen vorgesagt werden: „Du bist ja so müde“, sagt die Mama, wenn sie das kleine Kind ins Bett bringt. „Warum musst du so weinen? Bist du traurig?“, werden sie gefragt oder jemand kommentiert: „Jetzt ärgerst du dich, weil das nicht klappt.“ Diese Worte, die wir von der Familie, von Erzieherinnen und Erziehern lernen, sind wichtig, um uns selbst und unsere Umwelt zu verstehen. Die Deutung der Welt durch andere erschließt uns ein Verständnis der Wirklichkeit. Im heutigen Gottesdienst beten wir besonders für Menschen, die uns helfen, die Wirklichkeit als Glaubende zu verstehen. Durch ihr Zeugnis in Wort und Tat ermöglichen Ehrenamtliche und Katechetinnen und Katecheten anderen, Gott als Wirklichkeit des Lebens wahrzunehmen und zu erkennen. Und sie bieten eigene Erfahrungen und Worte an, um die Beziehung zu ihm zu erleben und zu verstehen – und im besten Fall zu vertiefen.

Bringen wir vor Gott, was wir im vergangenen Jahr erlebt haben, und bitten ihn um sein Erbarmen.

 

Stille

 

Christusrufe

Herr Jesus Christus,

du bist das Wort. In dir hat alles seinen Ursprung und ist deshalb zu unserem Heil.

Du bist die Wahrheit. Dich kennenzulernen und zu verstehen, erschließt uns die Welt.

Du bist das Leben. Dir nachzufolgen, lässt unsere Seele lebendig sein.

Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er nehme von uns die Lasten des vergangenen Jahres und schenke uns sein heilmachendes Wort.

 

Tagesgebet (MB 876)

Gott, du Herr der Zeiten,

höre auf die Fürsprache

des heiligen Papstes Silvester

und komme deinem Volk zu Hilfe.

Führe es in diesem vergänglichen Leben,

damit es einst zum unvergänglichen gelange

und bei dir das ewige Glück finde.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

II. Verkündigung des Wortes Gottes

 

Lesung

1 Joh 2,18–21

 

Antwortgesang

GL 450 – Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

 

Evangelium

Joh 1,1–18

 

Impuls

Das Wort schafft Wirklichkeit. Das kennen wir vom Schöpfungsbericht aus der Genesis und wir haben es eben im Johannesevangelium gehört: „Alles ist durch das Wort geworden“. Wir kennen das vom Spruch „dem Kind einen Namen geben“ und haben selbst die Erfahrung gemacht, dass es hilft, verschiedene Situationen und auch Probleme klar beim Namen zu nennen. Dadurch werden sie greifbar und wir finden Möglichkeiten, um damit umzugehen.
Das Wort schafft Wirklichkeit. Das kennen wir von den Feiern der Sakramente, in denen eine Handlung in Verbindung mit einem ausdeutenden Wort die Wirklichkeit verändert. In einem Kind entsteht durch die Taufe eine unauflösliche Bindung zu Gott; zwei Menschen werden in der Trauung zu einem Ehepaar; in der Beichte wird aus einem Sünder – wenigstens für den Moment – ein Heiliger.
Das Wort schafft Wirklichkeit. Das kennen wir aus dem eingangs geschilderten Aufwachsen von Kindern. Wenn ein Kind das, was es empfindet und erlebt, nach und nach in Worte fassen lernt, dann erschließt es sich die Welt – die sichtbare und die unsichtbare. Und dadurch entsteht seine Wirklichkeit, auch in der Deutung dessen, was es kennenlernt. Selbst uns Erwachsenen passiert das noch…
Im Evangelium hören wir noch von anderen Worten: Nicht nur erschaffende, sondern auch bezeugende Worte, die nicht „machen“, sondern „beweisen“. Johannes legt Zeugnis ab, mit seiner ganzen Autorität und Überzeugung tritt er für Jesus Christus ein.
Auf diese Art füreinander da zu sein, ist jedem Christen aufgegeben: in der ‚martyria‘, der Verkündigung, als einem der Grundvollzüge der Kirche. Damit erfüllen wir – jeder auf seine Weise – den Auftrag zur Nachfolge Jesu. Wir selbst verdanken anderen, die uns dieses Zeugnis gegeben haben, viel: unseren Eltern, Paten, Erziehern, Lehrerinnen und Freunden. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, von denen manche mit einer konkreten kirchlichen Aufgabe verbunden sind: Im Wort als Lektor und Lektorin oder Wort-Gottes-Beauftragte, als Katechet in der Sakramentenvorbereitung, als Mitglied im Pfarrgemeinderat, als Gruppenleiter im Zeltlager, als Ehrenamtliche in der Caritas oder an einer anderen Stelle der Gesellschaft… Sie alle wollen wir heute besonders dankbar in unsere Gebete einschließen. Dann wird auch auf diese Weise das Wort zur Wirklichkeit: Wir sind in Gottes Hand geborgen.

 

III. Antwort der Gemeinde

 

Lied

GL 448 – Herr, gib uns Mut zum Hören

 

Fürbitten

Eventuell für jede Fürbitte ein Licht entzünden und an den Altar/Ambo stellen

 

Beten wir in den Anliegen unserer Zeit:

Für die Priester und Ordensleute, dass sie in ihrem Dienst und Leben bezeugen, was du in der Welt an Gutem wirkst.

 

R Christus, du Wort Gottes: – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Für die Jugendlichen und jungen Menschen, dass sie dein Wirken in ihrem Leben entdecken und benennen können. R

 

Für die Ehrenamtlichen und Katechetinnen und Katecheten, dass sie die richtigen Worte finden, um die Menschen in eine Beziehung mit dir zu führen. R

 

Für uns, dass es uns gelingt, uns mit allem, was im vergangenen Jahr schwierig war, auszusöhnen, und das Gelungene dankbar aus deiner Hand anzunehmen. R

 

Für alle Neugeborenen und Verstorbenen unserer Gemeinde. Für alle, die dich ahnen und suchen oder sich von dir entfernen. Für alle, die ein Wort und einen Zeugen brauchen, dass sie von dir getragen und gehalten sind. R

 

Vaterunser

Fassen wir diese Bitten, die ausgesprochenen wie die unausgesprochenen, zusammen in dem Gebet, das Christus uns gelehrt hat. Vater unser…

 

IV. Abschluss

 

Gebet

Gott, du hältst alles in deinen Händen. Dafür loben wir dich.

Unsere Zeit steht in deinen Händen, unser Leben ist bei dir behütet. Dafür danken wir dir.

Schau gütig und liebevoll auf uns und auf deine ganze Schöpfung. Darum bitten wir.

Du bist groß und ewig. Hilf uns, das zu bezeugen, heute und alle Tage unseres Lebens, bis in Ewigkeit.

 

Segensbitte

So segne, behüte und begleite uns und alle, die wir liebhaben und die wir im Gebet vor dich gebracht haben, du Gott von Zeit und Ewigkeit: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Entlassruf

Singet Lob und Preis. – Dank sei Gott dem Herrn.

 

Lied

GL 257,1+2+6 – Der du die Zeit in Händen hast

oder God for You(th), S. 653 – Gib mir die richtigen Worte

 

Ulrike Mudrich, Limburg