2. Februar
Basilus der Grosse und Gregor von Nazianz

EUCHARISTIEFEIER



Intention: Diakone

 

Leitwort: Der Größte von euch soll euer Diener sein. (Mt 23,11)

 

Einführung

Der Beginn eines Neuen Jahres ist die klassische Zeit für gute Vorsätze:

Regelmäßig Sport machen, weniger Schokolade essen, mit dem Rauchen

aufhören … Das Neue Jahr ist wie eine Chance, nochmal neu anzufangen,

einen Aufbruch zu wagen. Statt mir etwas vorzunehmen, was mich

unter Druck stellt, kann ich den Neuanfang aber auch anders ausrichten:

Ich kann mich neu von Gott rufen lassen.

Im Evangelium hören wir davon, dass der Größte von uns der Diener

aller sein soll. Wenn wir uns neue Vorsätze geben, sollten wir den Blick

daher nicht nur auf uns selbst richten. Auch der Dienst am Anderen

kann ein guter Vorsatz sein.

Schon seit den Zeiten der frühen Kirche kennen wir darum einen Dienst,

der diese Aufgabe ausdrücklich wahrnimmt: die Diakone.

Beten wir gemeinsam in diesem Gottesdienst für alle, die sich bereits in

diesen Dienst haben rufen lassen und die an den Rändern unserer Gemeinde

und Gesellschaft den Benachteiligten beistehen wollen.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du bist Mensch geworden und uns nahe.

Du hast die Menschen an den Rändern der Gesellschaft aufgerichtet.

Du schaust voll Liebe auf uns und rufst uns zu einem neuen Aufbruch.

 

Tagesgebet (MB 605)

Gott, unser Vater,

du hast deiner Kirche

in den Bischöfen Basilius und Gregor

heilige Hirten gegeben,

die uns durch ihre Lehre und ihr Leben

den Weg der Wahrheit zeigen.

Hilf uns auf ihre Fürsprache,

dein Wort in Demut aufzunehmen

und in Werken der Liebe zu bezeugen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Eph 4,1–7.11–13

 

Evangelium

Mt 23,8–12

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, im Vertrauen auf deine Gegenwart rufen wir zu dir und bitten dich in unseren Anliegen:

Stärke alle Priester und Ordensleute, die du in deine Nachfolge gerufen hast. Lass sie lebendige und kraftvolle Zeugen deines Reiches sein.

 

R Herr Jesus Christus – wir bitten dich, erhöre uns.

 

Sende Diakone an die Ränder unserer Gemeinden und unserer Gesellschaft, damit alle Menschen deine Nähe und die Kraft deines Reiches erfahren. R

 

Begleite alle Jugendlichen, die darüber nachdenken, ob du sie zum Priester- oder Ordensleben rufst. Sende ihnen gute geistliche Begleiter auf ihrem Weg. R

 

Steh den Kranken bei und allen, die unglücklich sind und keinen Ausweg aus ihrer Lebenssituation sehen. R

 

Wir beten in unseren persönlichen Anliegen. Stille R

 

Barmherziger Gott, durch deine Nähe dürfen wir aufatmen und neu beginnen. Dafür danken wir dir und preisen dich, heute und in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zur Eröffnung

GL 258 – Lobpreiset all zu dieser Zeit

 

Kyrie

GL 128

 

Antwortgesang

GL 37,1 – Der Herr ist mein Hirt

 

Halleluja

GL 175,3

 

Zur Gabenbereitung

GL 245 – Menschen, die ihr wart verloren

 

Sanctus

GL 194

 

Agnus Dei

GL 207

 

Zum Dank

GL 252,1+2+6+7 – Gelobet seist du, Jesu Christ

 

Schlusslied

GL 240 – Hört, es singt und klingt

 

Pfarrer Martin Kochalski, Dresden-Meissen

 

 

 

 

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WORT-GOTTES-FEIER

 

 

Intention: Diakone

 

Vorbereitung: Bild von Jesusfigur ohne Arme/Hände aufstellen bzw. auslegen

 

Leitwort: Der Größte unter euch soll euer Diener sein. (Mt 23,11)

 

I. Eröffnung

 

Lied

GL 247 – Lobt Gott, ihr Christen alle gleich

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

Christusrufe

Herr Jesus Christus,

du bist der Lehrer, der uns die Schrift erklärt.

Du bist der Sohn, der auch uns Gott „Abba“, Vater, nennen lässt.

Du bist der Meister, der uns als Vorbild dient.

 

Gebet

GL 678,3

 

II. Verkündigung des Wortes Gottes

 

Lesung

Eph 4,1–7.11–13

 

Antwortgesang

GL 405 – Nun danket alle Gott

 

Evangelium

Mt 23,8–12

 

Impuls

In unserer Gesellschaft ist die Verwendung von Titeln alltäglich: Doktor

und Professor, Direktor und Abteilungsleiter, Referentin und Bürgermeister,

Pfarrer und Präsidentin, Klassensprecherin und Trainer. Manche

dieser Bezeichnungen zeigen eine Funktion und Rolle an, viele Titel

kennzeichnen die gesellschaftliche Stellung und dienen als Respektsbezeugung.

Solche Titel sind nützlich und hilfreich, und doch kann ihr

eigentlicher Zweck nie in ihnen selbst liegen, vielmehr sind sie deshalb

wichtig, weil die mit ihnen verbundenen Aufgaben es sind.

Von diesen Begabungen und Aufgaben spricht auch Paulus im Epheserbrief. Wo Titel und Ansprüche Menschen oft gegeneinander aufbringen, fordert er uns auf, die „Gabe“ nicht zu vergessen, die in der „Aufgabe“ und der „Begabung“ liegt. Paulus weiß, dass alles, was der Mensch vollbringen kann, ihm zuerst geschenkt wurde. Dort, wo es jemandem darauf ankommt, vor den Menschen etwas gelten zu wollen, droht die Spaltung. Paulus findet für dieses Anerkannt-sein-wollen wenig später im Epheserbrief harte Worte und nennt es „Augendienerei“ (Eph 6,6).

Hier stellt sich die Frage nach unserem eigenen Verhalten. Ist es uns wichtig, für unser Tun Anerkennung zu finden? Durch Lob, durch Ansehen, durch Titel? Oder ist es unser Anliegen, in all unserem Tun den Menschen zu dienen? Das ist es, wozu uns Jesus auffordert und was in besonderer Weise den Diakonen aufgetragen ist. Für sie beten wir am heutigen Gebetstag.

Jesus Christus braucht uns, um der Welt die Kraft des Dienens auch heute zu zeigen. Er ist auf unser Mitwirken angewiesen.

Es gibt viele Darstellungen von Jesus ohne Arme (wie auf dem Bild, das hier ausliegt). Wie soll er sein Werk tun, wenn ihm die Hände fehlen? Sollen wir ihm eine Prothese empfehlen, damit er weiterarbeiten kann? Oder sollen wir seinen Auftrag annehmen: „Seid ihr meine Hände und tut ihr mein Werk!“ Wir sind Glieder an seinem Leib, wir sollen und können durch unser Tun ihn in der Welt darstellen.

In diesem Wissen hat die große Mystikerin und Kirchenlehrerin Teresa von Avila formuliert:

Christus hat keinen Körper außer deinem.

Keine Hände, keine Füße auf der Erde außer deinen.

Es sind deine Augen, mit denen er sieht – er leidet mit dieser Welt.

Es sind deine Füße, mit denen er geht, um Gutes zu tun.

Es sind deine Hände, mit denen er die Welt segnet.

Christus hat jetzt keinen Körper auf der Erde außer deinem.

 

III. Antwort der Gemeinde

 

Lied

GL 252,1-3 – Gelobet seist du, Jesus Christ

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist unser Bruder und für uns zum Diener geworden. Weil du für uns da bist, können wir voll Vertrauen mit allem zu dir kommen, was uns bewegt. Darum bitten wir dich:

Wir beten für die Menschen, die du zu einem besonderen Dienst berufen hast: Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen. Führe sie an den Ort, an dem sie in deinem Namen heilsam Dienst tun können.

 

R Herr Jesus Christus – wir bitten dich, erhöre uns.

 

Wir beten für die jungen Leute, die ihren Weg im Leben suchen und dabei eigene Schritte ausprobieren. Schenke ihnen Begleiter, die selbstlos Rat geben. R

 

Wir beten für die Diakone, die ganz ausdrücklich Diener des Menschlichen sein wollen. Stärke sie in der Freiheit und darin, Gutes zu tun. R

 

Wir beten für uns, dass wir deine frohe Botschaft verkündigen und Mut machen, dir nachzufolgen. R

 

Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass du für uns da bist. Du hast uns gelehrt, unsere Hoffnung auf den Vater im Himmel zu setzen.

 

Vaterunser

Zu ihm wollen wir beten, wie du es uns gelehrt hast: Vater unser ...

 

IV. Abschluss

 

Lied

GL 389 – Dass du mich einstimmen lässt

 

Schlussgebet

GL 27,7A

 

Segensbitte

Der Herr segne und behüte uns. Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. So segne uns der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Entlassruf

Singet Lob und Preis. – Dank sei Gott, dem Herrn.

 

Schlusslied

GL 239,1–3 – Zu Bethlehem geboren ist uns ein Kindelein

 

Ulrike Mudrich, Limburg | Maximilian Gentgen, Freiburg