5. März 2020


Donnerstag der 1. Fastenwoche

EUCHARISTIEFEIER

 

 

Intention: Gemeinden, um ein Klima der Berufung

Leitwort: Bittet, dann wird euch gegeben. (Mt 7,7)

Einführung

„Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.“ (Mt 7,7) Diese Aufforderung Jesu gilt es, unsererseits mit Leben zu füllen.

Die Schriftlesungen des Tages zeigen uns, wie intensiv Menschen sich in ihren Bitten an Gott wenden und mit welchem Vertrauen sie ihre Nöte und Anliegen vor ihn legen. Das Gebet, die Pflege der Gemeinschaft mit Gott, ist ein sprechendes Zeichen dafür, wie tief Menschen mit Gott verbunden sein können. Solch ein Leben im Gebet wirkt anziehend. Nur ehrliches geistliches Leben, also die gelebte Umkehr und Hinwendung zu Christus, kann auch die Frucht neuen geistlichen Lebens tragen. Nur dort, wo etwas mit Leben erfüllt ist, kann neues Leben erwachsen. Am heutigen monatlichen Gebetstag um geistliche Berufungen bitten wir den Herrn darum, dass in unseren Gemeinden ein solches geistliches Leben gelingt und dadurch fast von allein ein Klima der Berufung entsteht. Junge Menschen sollen die Schönheit und den Reichtum des Glaubens erfahren können, indem sie überzeugten Christen begegnen, die mit ihnen und für sie beten. Und sie sollen Menschen finden, die sie in ihrem Suchen und Ringen, mit ihren Fragen und Unsicherheiten ernst nehmen und ihnen so einen Ort der Begegnung bereiten, an dem sie erfahren, von Gott angenommen und geliebt zu sein.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du bist der Herr deiner Kirche.

Du rufst Menschen in deine Nachfolge.

Du machst uns zu deinen Freunden.

 

Tagesgebet (MB 90)

Allmächtiger Gott, gib uns die Gnade,

dass wir stets auf das Rechte bedacht sind

und es auch entschlossen tun.

Da wir ohne dich nicht bestehen können,

hilf uns, nach deinem Willen zu leben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Est 4,17k.17l–m.174–t

 

Evangelium

Mt 7,7–12

 

Fürbitten

Allmächtiger Gott, zu dir beten wir voll Vertrauen:

Dein Evangelium kann die Welt erneuern. Sei unseren Priestern und Ordensleuten nahe, damit sie kraftvoll und voller Freude Zeugnis ablegen von deiner Nähe und Sorge um uns. Stelle ihnen Menschen zur Seite, die sie in ihrem Dienst bestärken und unterstützen.

 

R Gott, unser Vater – wir bitten dich, erhöre uns.

 

Du rufst ins Gespräch mit dir. Ermutige alle, die in unseren Gemeinden um geistliche Berufungen beten und stärke ihr Vertrauen in die Kraft des Gebets. Steh allen bei, die treu ihren Dienst für dich tun und lass ihr Beten und Arbeiten zum Segen werden. R

 

Du sammelst uns als deine Gemeinde. Lass junge Menschen Heimat bei uns finden, damit sie sich bei der Suche nach ihrer Berufung getragen und begleitet fühlen. Belebe deine Kirche durch das Zeugnis der Jugendlichen. R

 

Du gibst uns diese Fastenzeit als eine Zeit der Umkehr. Wirke in unseren Herzen, damit wir in Entschiedenheit unsere Berufung vertiefen und zu ansteckenden Zeugen deiner Botschaft werden. Gib uns einen klaren Blick für das Wirken deines Heiligen Geistes in unserem Leben. R

 

Du sorgst für uns. In Stille beten wir daher in unseren persönlichen Anliegen zu dir. – Stille R

 

Guter Gott, du schenkst uns alles, was wir brauchen.

Dafür danken wir dir, heute und in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zur Eröffnung

GL 422 – Ich steh vor dir

 

Antwortpsalm

GL 76,1 – Verse laut Lektionar

 

Ruf vor dem Evangelium

GL 176,4 – Vers laut Lektionar

 

Zur Gabenbereitung

GL 188 – Nimm, o Gott, die Gaben

 

Sanctus

GL 138

 

Agnus Dei

GL 139

 

Zum Dank

GL 275 – Selig, wem Christus ...

 

Schlusslied

GL 523 – O Maria, sei gegrüßt

 

Sebastian Feuerstein, Freiburg

 

 

---


WORT-GOTTES-FEIER

 

 

Intention: Gemeinden, um ein Klima der Berufung

Leitwort: Bittet, dann wir euch gegeben. (Mt 7,7)

 

I. Eröffnung

 

Lied

GL 275 – Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einleitung

Welcher Gedanke oder welches Gefühl steigt in Ihnen zuerst auf, wenn Sie an die Fastenzeit denken? [nach allen Fragen kurze Stille] Sind es Vorsätze, die es zu treffen gilt oder ist es sogar Angst? Werde ich dieses Jahr einen echten Neuanfang wagen? Werde ich durchhalten? Oder: nervt mich der Gedanke, wieder fasten zu müssen? Muss ich auch in der Kirche erst etwas leisten, bevor ich anerkannt bin? Die Bibel spricht immer wieder von der Zeit der Gnade, einer Zeit der fruchtbaren Begegnung zwischen Gott und Mensch, einer Zeit, in der Gott dem Menschen nahen will – das klingt eher nach einer Einladung und einem Geschenk, als nach Leistung und Druck, dem ich standhalten muss. Ganz ähnlich geht es wohl einigen, wenn wir das Wort „Berufung“ hören. Wir  verbinden damit, dass wir eine bestimmte Leistung zu erbringen haben, die Gott von uns verlangt. Das erscheint bisweilen anstrengend und damit nicht erstrebenswert. Auch hier lohnt sich wiederum ein Blick in die Heilige Schrift. „Berufung“ wie sie unser christlicher Glaube meint, will uns das Leben nicht schwer machen, sondern helfen, das zu entdecken, was Gott einem jeden und einer jeden an Gaben und damit an Aufgaben mitgegeben hat. Wo wir als Gemeinden dafür aufmerksam sind, da kann das Leben aus dem Glauben heraus wachsen. Beten wir darum, dass unsere Gemeinden in diesem Sinne ein Klima fördern, in dem junge und alte Menschen danach fragen, wozu Gott sie rufen will.

 

Besinnung

GL 42 – Nach Gott, dem Lebendigen dürstet meine Seele

Im Wechsel gebetet, nach Möglichkeit gesungen

 

Tagesgebet (MB 90)

Allmächtiger Gott,

gib uns die Gnade,

dass wir stets auf das Rechte bedacht sind

und es auch entschlossen tun.

Da wir ohne dich nicht bestehen können,

hilf uns, nach deinem Willen zu leben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

II. Verkündigung des Wortes Gottes

 

Evangelium

Mt 7,7–12

 

Meditation

Bittet, sucht, klopft an – Was brauche ich, damit ich zufrieden

und gut leben kann?

Bittet, sucht, klopft an – Ich darf vom anderen etwas erwarten.

Bittet, sucht, klopft an – Ich muss nicht alles können.

Ich darf fragen und bitten.

Bittet, sucht, klopft an – wenn jemand mich braucht: bin ich

dann zu Hause?

 

Bittet, sucht, klopft an – Christus lädt uns ein, dass wir uns so

an Ihn wenden. Freue ich mich darüber?

Bittet, sucht, klopft an – Darf ich Gott wirklich mit allen

meinen Anliegen belästigen?

Bittet, sucht, klopft an – Der große Gott hat Interesse an mir.

Bittet, sucht, klopft an – Habe ich Erwartungen an meinen Gott?

Erwarte ich Ihn?

 

„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.“

Nehmen wir uns einen Moment, um in die Stille zu gehen. Nehmen wir wahr, was jeden einzelnen von uns bewegt und beschäftigt und nähern wir uns Schritt für Schritt der Herzenstür Gottes.

Für diesen inneren Weg auf Gott zu, wollen wir Weihrauch auflegen, ein Zeichen des Aufsteigens zu Gott.

 

Zeit der Stille [5-7 Min.]

 

III. Antwort der Gemeinde

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du rufst und ermutigst uns, in dieser Fastenzeit neu aufzubrechen und den Weg zu dir zu suchen. Du bleibst nicht im Verborgenen, sondern kommst uns entgegen. So dürfen wir dir unsere Anliegen bringen:

 

R GL 97 oder GL 661,2 – Wie Weihrauch steige mein Gebet (Weihrauchgabe)

 

Herr Jesus Christus, blicke auf unsere Gemeinden, auf unsere Familien, auf die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Gib ihnen, was sie benötigen, um auf ihrem geistlichen Weg sicher gehen zu können. R

 

Herr Jesus Christus, lass in unseren Gemeinden eine Kultur des Gebets und des Hörens auf dein Wort entstehen, damit Menschen deinen Ruf hören können. R

 

Herr Jesus Christus, stärke alle Christen, die in dieser Fastenzeit neu aufbrechen wollen zu dir. R

 

Nach einem kurzen Moment der Stille bringen wir unsere persönlichen Bitten vor Gott. Sie können dazu nach vorne kommen und ein Weihrauchkorn in die Schale legen. Der Weihrauch zeigt an, dass unsere Gebete zu Gott emporsteigen, wie der Rauch nach oben zieht. Die Bitten beginnen wir jeweils mit der Einleitung „Herr Jesus Christus“.

 

[Zeit für 4-6 weitere Fürbitten] R

 

Lasst uns gemeinsam alle Bitten im Jahresgebet um Berufungen

zusammenschließen: (siehe Eucharistiefeiern Seite 7)

 

Danksagung

GL 291 – Holz auf Jesu Schulter

 

Vaterunser

Im Vaterunser und im Segen möchte Jesus uns nahekommen und uns stärken. Auf ihn können wir uns verlassen. Er bleibt in seinem Heiligen Geist bei uns alle Tage. Zu seinem und unserem Vater beten wir: Vater unser…

 

IV. Abschluss

 

Segensbitte

Der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt,

bewahre unsere Herzen und Gedanken

in der Gemeinschaft mit Christus Jesus.

Und so segne uns der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Entlassruf

Singet Lob und Preis. – Dank sei Gott, dem Herrn.

 

Lied

GL 342 – Komm, Heilger Geist, der Leben schafft

 

Pfarrer Martin Kochalski, Dresden-Meissen