5. Dezember
Donnerstag der 1. Adventswoche

Eucharistiefeier

 

Intention: MessnerInnen/ KüsterInnen/ Sakristane/SakristanInnen

 

Leitwort

Verlasst euch stets auf den Herrn. (Jes 26, 4)

 

 

Einführung

Eine offene Tür haben Sie wohl selbstverständlich erwartet, als Sie sich heute auf den Weg zur Kirche gemacht haben. Vor einer verschlossenen Kirchentür hätten Sie wieder kehrt machen müssen. Dank unserer Küsterin/unseres Küsters konnten wir durch eine offene Tür hineingehen. Ihre

Berufsbezeichnung haben die Küster vom lateinischen Wort für Wächter, custos, also von jener Person, die an der Tür steht und wacht, die Tür öffnet oder geschlossen hält. Sie leisten in unseren Pfarreien einen wichtigen Dienst und öffnen uns den Zugang zum Raum, der erfüllt ist mit der Gegenwart Gottes. Sie machen den Weg frei, ganz praktisch, damit wir eintreten können in das Haus Gottes.

Die Tür ist auch ein Bild für den Advent. Gott kommt zu uns. Er macht sich auf den Weg zu uns. Er öffnet uns in Jesus Christus die Tür zu sich selbst. An uns ist es, ihm die Tür unseres Lebens zu öffnen; ihn einzulassen, damit er das Leben mit uns teilen kann; ihn in unserem Alltag gegenwärtig sein zu lassen, damit er die Kraft unseres Lebens ist.

Diese Gegenwart Gottes dürfen wir jetzt feiern.

 

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du bist die Tür zum Vater.

Du führst uns den Weg zum Vater.

Du trittst durch die Tür unseres Herzens ein in unser Leben.

 

 

Tagesgebet (MB 6)

Biete auf deine Macht, Herr, unser Gott,

und komm.

Eile uns zu Hilfe mit göttlicher Kraft,

damit durch dein gnädiges Erbarmen

bald das Heil kommt,

das unsere Sünden noch aufhalten.

Darum bitten wir durch Jesus Christus,

deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

Lesung

Jes 26,1–6

 

Evangelium

Mt 7,21.24–27

 

Fürbitten

Lasst uns beten zu Gott, der uns in Jesus Christus die Tür zu sich geöffnet hat:

 

Für alle, die den Menschen in Wort und Tat deine Botschaft bezeugen und durch Weihe oder Ordensgelübde mit ihrem ganzen Leben in deinen Dienst genommen sind.

 

R Gott, unsere Hoffnung. – Sei ihnen nahe.

 

Für die jungen Menschen, die den richtigen Weg für ihr Leben suchen und die den Ruf in einen geistlichen Beruf spüren. R

 

Für die Küsterinnen und Küster in unseren Pfarreien, die uns durch ihren Dienst den Raum bereiten, in dem wir deine Gegenwart feiern können. R

 

Für die vielen Menschen der Erde, die Leid tragen und die sich nach einem Ausweg aus ihrer Not sehnen. R

 

Für unsere Verstorbenen, die uns durch die Tür des Todes in das ewige Leben vorausgegangen sind. R

 

Barmherziger Gott, in deinem Sohn Jesus Christus dürfen wir Gemeinschaft mit dir erfahren. Dich loben und preisen wir heute und in Ewigkeit.

 

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 218,1+2 – Macht hoch die Tür

 

Antwortgesang

GL 263 – Verse laut Lektionar

 

Halleluja

GL 174,7 – Vers laut Lektionar

 

Zur Gabenbereitung

GL 225 – Wir ziehen vor die Tore der Stadt

 

Sanctus

GL 198

 

Agnus Dei

GL 206

 

Zum Dank

GL 218,4–5 – Macht hoch die Tür

 

Nach dem Segen

GL 224 – Maria durch ein Dornwald ging

 

 

 

Carsten Rupp, Trier

 

 

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Andacht

 

Intention: MessnerInnen/ KüsterInnen/ Sakristane/SakristanInnen

 

Leitwort

Verlasst euch stets auf den Herrn. (Jes 26,4)

 

 

Lied

GL 227 – Komm, du Heiland aller Welt

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einführung

Unser Alltag kostet uns oft viel Kraft. Viele Dinge fordern uns heraus, nehmen uns ein, und nicht selten haben wir das Gefühl, einfach nur funktionieren zu müssen. Wenn wir nun miteinander Gottesdienst feiern, können wir diesen hektischen Alltag hinter uns lassen und uns bewusst Zeit nehmen, in der wir nicht funktionieren müssen, sondern einfach nur empfangen dürfen, was Gott uns schenken möchte.

„Verlasst euch stets auf den Herrn.“ Dieser ermunternde und zugleich ermahnende Zuspruch, den wir in der Lesung hören werden, lädt uns ein, darüber nachzudenken, worauf wir uns in unserem Alltag eigentlich verlassen: Ist es wirklich Gott, dem wir uns vertrauensvoll übergeben? Oder folgen wir lieber unseren selbst zurechtgelegten Sicherheiten und Plänen?

Wir haben in dieser Gebetszeit die Gelegenheit, uns aufs Neue ganz auf Gott einzulassen und unsere Beziehung zu ihm zu stärken.

Außerdem wollen wir am heutigen Gebetstag um geistliche Berufungen für die Mesnerinnen und Mesner (Küster bzw. Sakristane) beten, die in unseren Kirchen wichtige und treue Dienste leisten. Ihrem verlässlichen Tun verdanken wir es, dass wir Gottesdienst feiern können.

 

Lied

GL 233 – O Herr, wenn du kommst

 

 

Tagesgebet (MB 6)

Biete auf deine Macht, Herr, unser Gott,

und komm.

Eile uns zu Hilfe mit göttlicher Kraft,

damit durch dein gnädiges Erbarmen

bald das Heil kommt,

das unsere Sünden noch aufhalten.

Darum bitten wir durch Jesus Christus,

deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

Lesung

Jes 26,1–6

 

Lied

GL 218 – Macht hoch die Tür

 

 

Impuls

Leicht geraten wir in Bedrängnis. Wie wohltuend ist da die Gewissheit, dass Gott für uns Schutzmauern baut, wie es der Prophet Jesaja in der heutigen Lesung überliefert. Gott errichtet einen Raum, in dem wir uns sicher und geborgen fühlen dürfen, in dem wir uns stärken und wieder aufrichten lassen können. In diesem geschützten Raum kann Gottes Ruhe und Friede in unser Herz einkehren.

Gott steht zu uns in unverbrüchlicher Treue. Er ist der ewige Fels, der uns immer Halt gibt und Stütze ist. Er ist verlässlich da. Wir können uns ganz und zu jeder Zeit auf ihn verlassen. Er lässt uns nicht im Stich.

Dennoch sind wir immer wieder in der Gefahr, an dieser Verlässlichkeit Gottes zu zweifeln. Wir neigen dazu, uns andere, vergängliche Dinge zu suchen, die wir zu unserem „Fels“ machen, auf die wir unser Leben bauen.

Denken wir in den nächsten Minuten in Stille über unser Leben und unsere Beziehung zu Gott nach. Einige Impulsfragen können uns bei der Gewissenserforschung helfen:

 

Wo und wann fällt es mir schwer, mich auf Gott zu verlassen? 

Welche Vorbehalte habe ich gegenüber Gott? kurze Stille

 

Kann ich glauben, dass Gott absolut treu zu mir steht?

Warum – warum nicht? kurze Stille

 

Wie verhält es sich mit meiner Treue Gott gegenüber?

Was gefährdet meine Treue zu Gott? kurze Stille

 

Bin ich bereit, mich auf den Plan Gottes für mein Leben einzulassen?

Spielt es für mich eine Rolle, was Gott von mir möchte?

Lasse ich mich von Gott führen? kurze Stille

 

Gibt es Dinge in meinem Leben, an die ich mich krampfhaft klammere?

Wodurch mache ich mich selbst unfrei? kurze Stille

 

Stille

 

Wir können unsere Berufung leben, weil wir Gott vertrauen dürfen.

Entschließen wir uns heute bewusst dazu, uns wieder ganz auf Gott zu verlassen, ihm zu vertrauen und auf ihn zu setzen. In dieser Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten kann uns dabei besonders auch die Beichte helfen. In ihr schenkt uns Gott immer und immer wieder einen Neuanfang. Nutzen wir diese Chance!

 

Lied

GL 221 – Kündet allen in der Not

 

 

Fürbitten

Gott, du bist unser Vater, der verlässlich für uns sorgt. So kommen wir zu dir mit unseren Anliegen:

 

Wir beten für alle Priester und Ordensleute. Hilf ihnen, dir vorbehaltlos zu vertrauen und ihrer Berufung treu zu bleiben.

 

R Gott, unser Vater. – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Wir beten für alle Mesnerinnen und Mesner (Küster bzw. Sakristane). Lass sie durch ihren treuen Dienst in unseren Kirchen in ihrem Glauben wachsen. R

 

Wir beten für alle jungen Menschen auf der Suche nach ihrer Berufung. Erleuchte sie mit deinem Heiligen Geist. R

 

Wir beten für alle von Glaubenszweifel Geplagten. Schenke ihnen neu das Vertrauen, dass unser Glaube verlässlich ist. R

 

Vaterunser

Im gemeinsamen Beten des Vaterunsers wollen wir unserem himmlischen Vater alle unsere Anliegen und die Nöte der Welt anvertrauen: Vater unser ...

 

Segensgebet

GL 11,3

 

Schlusslied

GL 231 – O Heiland, reiß die Himmel auf

 

 

 

Daniela Riel, Eichstätt